Aachen /Ganderkesee Mit hochgerecktem Arm ritt Sandra Auffarth die letzten Meter ins Ziel und ließ sich von 20 000 Zuschauern feiern. Die Olympia-Dritte und Teamgold-Gewinnerin aus Ganderkesee (Landkreis Oldenburg) dominierte dank einer wahren Meisterleistung im Sattel ihres Wallachs Opgun Louvo die Vielseitigkeit beim CHIO in der Aachener Soers und führte das deutsche Team zum Sieg im Nationenpreis.

Fast noch wichtiger war aus Sicht der Veranstalter, dass sich kein schwerwiegender Sturz ereignete. Wie sensibel die CHIO-Macher nach den jüngsten tödlichen Unfällen in der Vielseitigkeit waren, zeigte sich zu Beginn des Geländeritts. Nachdem die Irin Jayne Doherty mit ihrem Wallach Ravenstar als sechste Starterin an Hindernis Nummer 18 zu Fall gekommen war, reagierten die Organisatoren und nahmen den Doppel-Oxer aus dem laufenden Wettbewerb. „Das war eine reine Vorsichtsmaßnahme. Reiterin und Pferd sind wohl mit dem Schrecken davongekommen“, sagte Dennis Peiler, Geschäftsführer Sport bei der Reiterlichen Vereinigung FN.

Auffarth war bestens vorbereitet. Die Team-Olympiasiegerin leistete sich weder in der Dressur noch im Gelände einen Patzer und siegte am Ende souverän und verdient mit 33,80 Strafpunkten. „Es war super. Mein Pferd ging wie im Traum. Es hat richtig Spaß gemacht“, sagte die 27-jährige Reiterin. Als die Siegerin zu den letzten Sprüngen ins Stadion einritt, ließ sie die Zügel etwas los – das war aufgrund ihrer exzellenten Zeit möglich. Den Jubel des Publikums genoss sie sichtlich.

Ingrid Klimke (Münster/40,20) kam mit Escada auf Rang zwei, Doppel-Olympiasieger Michael Jung (Horb/41,20) machte im Sattel von Goldpferd Sam mit Rang drei den deutschen Dreifachsieg perfekt. „Solche Siegertypen brauchen wir in unserer Mannschaft“, sagte Bundestrainer Hans Melzer, dessen Team mit 129,00 Strafpunkten den Nationenpreis vor Großbritannien (152,40) und Frankreich (164,60) gewann.

Außer Auffarth und Jung gehörten noch Dirk Schrade (Sprockhövel/54,00) und Peter Thomsen (Lindewitt/57,60) zum Team. Schrade belegte mit Hop and Skip Rang zehn, Thomsen kam mit Barny auf Rang 15. „Das Ergebnis war unglaublich“, meinte Melzer: „Alle Reiter sind schnell geritten.“

Das Gold-Team der Olympischen Spiele bildet auch den Kern des deutschen Teams bei der WM Ende August in der Normandie. Angeführt wird die Equipe von Doppel-Olympiasieger Jung, der sich zwischen den Pferden Sam und Rocana entscheiden kann. Nominiert wurden zudem Auffarth mit Opgun Louvo, Klimke mit Escada, Andreas Ostholt (Warendorf) mit So is et, Schrade mit Hop and Skip und Thomsen mit Barny. Welche vier Paare in der Teamwertung starten, wird erst in Caen festgelegt.

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