Luhmühlen /Ganderkesee Zunächst überzeugte sie wieder alle mit ihrem Können auf Opgun Louvo, dann mit ihrer Bescheidenheit am Mikrofon: Vielseitigkeitsreiterin Sandra Auffarth aus Ganderkesee hat sich am Sonntag in Luhmühlen ihren ersten deutschen Meister-Titel bei den Erwachsenen gesichert und im anschließenden ARD-Fernseh-Interview ihr Pferd mit dem Spitznamen „Wolle“ in den Mittelpunkt gestellt: „Ich bin stolz auf mein Pferd. Er hat einen tollen Job gemacht. Ich kann mich auf ihn verlassen“, sagte die 29-jährige Doppel-Weltmeisterin, anstatt über ihre eigene Glanzleistung zu sprechen.

Auffarth blieb am Sonntag im abschließenden Springen nach einer Nullrunde auf ihrem Spitzen-Pferd in Führung. Schon nach der Dressur und dem Geländeritt der Drei-Sterne-Prüfung hatte die Team-Olympiasiegerin an der Spitze gelegen. Zweite wurde die zweimalige Olympiasiegerin Ingrid Klimke mit Hale Bob. Auch sie kam im Springen ohne Fehler über den Parcours.

Zuvor hatte Andreas Dibowski mit dem Wallach It’s me zum zweiten Mal nach 2011 die schwere Vier-Sterne-Prüfung gewonnen. Der Lokalmatador verteidigte auf dem Wallach mit einem Nullfehlerritt im Springen seine Führung nach der Dressur und im Gelände. Zweiter wurde der Franzose Maxime Livio auf Qalao des Mers.

Julia Krajewski verbesserte sich bei ihrer ersten Vier-Sterne-Prüfung mit Samourai du Thot vom fünften auf den dritten Platz. Claas Hermann Romeike kam mit Cato noch von Rang 20 auf 18, nachdem er beim Geländeritt kurz vor dem Ziel durch eine Verweigerung ein besseres Ergebnis verpasst hatte.

Bundestrainer Hans Melzer hatte Krajewski und Romeike in die Vier-Sterne-Prüfung geschickt, während die meisten anderen seiner Kandidaten für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro in der Drei-Sterne-Prüfung antraten.

Nach dem Turnier setzte Melzer die beiden zumindest auf die sogenannte Longlist, das erweiterte Aufgebot für Olympia. Mit dabei ist auch Dibowski. Vor Kurzem hatte er sein bestes Pferd Avedon wegen einer Verletzung für Rio abmelden müssen.

Erste Kandidaten auf die vier Plätze in der Olympia-Equipe sind allerdings neben Auffarth und Klimke der in Luhmühlen fehlende Doppel-Olympiasieger Michael Jung mit Rocana, Takinou und Sam sowie Andreas Ostholt mit So is et. Ostholt hatte in Luhmühlen So is et geschont und war mit seinem Zweitpferd Pennsylvania Dritter der Meisterschaft geworden.

Ebenfalls noch auf der Longlist stehen Bettina Hoy und Dirk Schrade. Die beiden hatten in der Meisterschaft die Plätze vier und fünf belegt. Das endgültige Olympia-Team wird aber erst nach dem CHIO in Aachen Mitte Juli benannt.

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Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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