Rio De Janeiro Vielseitigkeits-Reiterin Sandra Auffarth gab sich nach ihrem ersten Auftritt bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro trotzig. „Noch ist nichts verloren, das Gelände ist schwer genug“, sagte die 29-Jährige aus Ganderkesee (Landkreis Oldenburg) mit Blick auf die Dressur am Sonnabend sowie den anstehenden Geländeritt an diesem Montag.

Der Mannschafts-Olympiasiegerin von 2012 unterliefen mit ihrem 14-jährigen Wallach Opgun Louvo im Dressurviereck zwei Fehler, die zu Abzügen führten. Nach der Dressur liegt die deutsche Mannschaft trotz einiger Schwächen von Auffarth und Co. mit 120,00 Strafpunkten vor Frankreich (122,20) und Australien (126,40) vorn.

Nach einem herausragenden Beginn habe „Wolle“ (der Spitzname des Pferdes) beim ersten Wechsel „irgendwie nicht verstanden, was er machen sollte, das muss ich auf meine Kappe nehmen“, sagte Auffarth. Danach sei das Pferd „ein bisschen durcheinander gewesen und einmal umgesprungen“, erklärte die Mannschafts- und Einzelweltmeisterin von 2014. Für Auffarth und Opgun Louvo standen 41,60 Strafpunkte zu Buche. In der Einzelwertung belegt das Duo damit Rang acht, es führt der Brite William Fox-Pitt mit Chilli Morning (37,00).

Auch Michael Jung (Horb), 2012 Olympiasieger in der Mannschaft und im Einzel, zeigte mit Sam Schwächen. „Das ist natürlich ärgerlich bei so einem Turnier“, kommentierte der Reiter den Fehler. „Das hat viele Punkte gekostet. Es ist aber kein Desaster“, sagte der 34-Jährige. Insgesamt kam das Duo auf 40,90 Strafpunkte, das bedeutet Rang fünf im Einzel.

„Das hätten wir uns alles ein bisschen deutlicher gewünscht“, sagte Bundestrainer Hans Melzer. Sein Plan, seine beiden stärksten Reiter zum Auftakt starten zu lassen und damit die Konkurrenz gleich zu beeindrucken, ging nicht wie erhofft auf.

Am Sonntag blieb auch Julia Krajewski (Warendorf) mit Samourai du Thot nicht fehlerfrei. Es fielen 44,80 Strafpunkte an, Ingrid Klimke (Münster) kam mit Hale Bob auf 39,50 Punkte. Klimke belegt in der Einzelkonkurrenz Platz vier, Krajewski Rang 18.

An diesem Montag geht Auffarth als erstes deutsches Teammitglied in den Geländeritt. Sie startet um 15.36 Uhr deutscher Zeit. Danach kommen Jung (16.53 Uhr), Krajewski (18.18 Uhr) und Klimke (19.35 Uhr). Abschluss der dreiteiligen Vielseitigkeit ist das Springen am Dienstag.

Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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