Bilanz
Auch ohne Esel ganz große Vielfalt im Schlosspark

Bild: Tobias Frick
Verbandschef Michael George (links) und Turnierleiter Jan-Christoph Egerer ziehen eine positive Bilanz.Bild: Tobias Frick
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Rastede Es gibt nicht wenige Turnierveranstalter in Deutschland, die mit feiner Spöttelei nach Rastede blicken. „Ihr könnt da auch Esel starten lassen und die Tribünen sind voll“, wird immer mal gern gestichelt. Ganz so einfach ist es sicher nicht. 114 Wettbewerbe, 1000 Reiter, 2500 Pferde und in der Folge rund 3000 Startplätze sind schon eine Hausnummer.

„Dahinter steckt eine professionelle Organisationsform. Viel, viel Arbeit und Begeisterung. Ich kann der gesamten Mannschaft nur ein Riesenkompliment machen“, zog Jan-Christoph Egerer für sich zufrieden Bilanz.

Der Turnierleiter weiß um das Ass, das er dabei in Händen hält. Das Landesturnier ist wie keine zweite Reitsportveranstaltung mit der Region und dem Oldenburger Zuchtgebiet verwachsen. „Das Prüfungsspektrum in den Disziplinen Dressur, Springen, Vielseitigkeit und Fahren hält für alle etwas bereit. Für die Reiter ist und bleibt es das Größte, sich hier im Schlosspark präsentieren zu dürfen“, hob Egerer noch einmal auf die Traditionsverbundenheit und Einzigartigkeit dieses Turniers in Europa ab.

Dass Althergebrachtes und großer Sport allein nicht als Erfolgsgaranten dienen können, weiß man nirgends besser als in Rastede. Schon im Vorjahr nahmen das Landesturnier und der Reiterverband mit dem Talentförderpreis und dem Jugendchampionat den Nachwuchs noch verstärkter in den Fokus.

Im zweiten Jahr stellten sich allererste Erfolge ein. Zwölf Talente aus dem Springkader und fünf aus dem Dressurkader haben 2016 den Sprung in die Leistungsklasse 4 und auf den Rasteder Turnierplatz geschafft. Nur wenige Verweigerungen und flüssige Ritte lassen Michael George, Vorsitzender des Oldenburger Reiterverbandes, zuversichtlich nach vorne blicken. „Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Ich sehe sehr wohl erste Erfolge mit Blick auf eine kontinuierliche und nachhaltige Förderung des Reiternachwuchses im Oldenburger Land“, betonte George.

Gleichwohl besteht wohl Handlungsbedarf bei der Ausschreibung zur Landesmeisterschaft (sprich den Auswahlkriterien). In den Leistungsklassen 3 und 4 präsentierten sich im Schlosspark nicht immer die aktuell stärksten Nachwuchs-Paare der ländlichen Reiterei. „Darüber müssen wir reden“, räumte George ein.

33 000 Besucher zählten die Rasteder Verantwortlichen nach sechs Turniertagen am Sonntagabend. Damit sorgte die 68. Auflage für eine neue Rekordmarke. „Besonders erfreulich ist es für uns natürlich, dass wir dabei den Anteil der verkauften Karten um zehn Prozent steigern konnten“ , meinte Egerer.

Und das ganz ohne Esel.

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