Aachen Perfekter Abschluss des CHIO in Aachen für die deutschen Reiter: Marcus Ehning gewann zum zweiten Mal nach 2006 den Großen Preis der Springreiter, und auch Dressur-Königin Isabell Werth feierte einen beeindruckenden Triumph. Während der Borkener auf Pret a Tout im Parcours am Sonntag fehlerfrei blieb und im Stechen in 38,34 Sekunden die schnellste Zeit ritt, unterstrich Werth in der Kür mit ihrem zwölften Sieg in der Soers ihre Ausnahmestellung im Viereck.

„Hier in Aachen zu gewinnen, ist für jeden Reiter ein unglaubliches Erlebnis“, sagte Ehning im ZDF: „Ich brauche noch ein paar Minuten, ich glaube es noch gar nicht so richtig.“ Der 44-Jährige blieb vor 40 000 Zuschauern im ausverkauften Aachener Stadion in beiden Umläufen fehlerfrei und erreichte zusammen mit vier weiteren Paaren das Stechen. Dort ging Ehning auf seinem fünfzehnjährigen Wallach volles Risiko und wurde belohnt.

Aus Sicht der Gastgeber hatten es neben Ehning nur Maurice Tebbel auf Chacco’s Son und Philipp Weishaupt auf Convall in den zweiten Umlauf geschafft. Beide leisteten sich dort aber einen Abwurf. Simone Blum auf Alice (8 Fehlerpunkte) und Laura Klaphake (5) aus Steinfeld (Kreis Vechta) auf Catch me if you can, die zusammen mit Tebbel und Ehning am Donnerstag noch zum dritten Sieg im Nationenpreis in Folge geritten waren, verfehlten den zweiten Umlauf.

Wenige Stunden zuvor hatte die sechsmalige Olympiasiegerin Isabell Werth bewiesen, dass sie in der Dressur das Maß aller Dinge ist. Am Tag nach ihrem 49. Geburtstag zeigte die Rheinbergerin auf Emilio eine starke Kür und holte sich zum zwölften Mal den Großen Preis von Aachen. Schon am Samstag hatte sie im Grand Prix Special gesiegt und den siebten Erfolg in Serie mit der Mannschaft im Nationenpreis gefeiert. „Das kann man schlechter machen“, meinte Werth.

Schon am Samstag hatten hingegen die in der Vergangenheit so erfolgsverwöhnten Vielseitigkeitsreiter im Nationenpreis enttäuscht. Die Mannschaft von Bundestrainer Hans Melzer fiel im abschließenden Geländeritt vom ersten auf den fünften Platz zurück. Für Versöhnung sorgte aber die deutsche Meisterin Julia Krajewski, die auf ihrem Zweitpferd Chipmunk im Einzel triumphierte.

Ebenfalls auf ihrem Zweitpferd unterwegs war Sandra Auffarth aus Ganderkesee (Kreis Oldenburg). Die Olympiasiegerin, dessen Erfolgspferd Opgun Louvo – genannt „Wolle“ – verletzt ist, belegte auf Viamant du Matz den zwölften Platz.

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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