Bei einer schweren Explosion in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Dienstag mehr als ein Dutzend Menschen getötet worden. Mindestens 15 Mitarbeiter des Geheimdienstes NDS seien umgekommen, sagte ein Mitarbeiter der Behörde, der anonym bleiben wollte.

Afghanische Medien berichteten sogar von bis zu 40 Toten. Mindestens 327 Menschen seien bei dem Anschlag verletzt worden, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums Ismail Kawusi. Afghanistans Präsident Aschraf Ghani verurteilte den Anschlag.

Da die Bombe in einem belebten Viertel Kabuls in die Luft ging, rechnete die Regierung mit vielen Opfern, wie der Sprecher des Innenministeriums, Sediq Sediqqi, mitteilte. Zur Zahl der Toten machten die Behörden zunächst keine offiziellen Angaben. 

Nach Angaben des Innenministeriums kam es nach der Explosion zu Schusswechseln zwischen Sicherheitskräften und Angreifern. Spezialeinheiten der afghanischen Polizei waren am Anschlagsort im Einsatz. "Wenn noch irgendwelche der Terroristen am Leben sind, werden unsere Kräfte sie bald zur Hölle schicken", sagte Sediqqi.

Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag, wie ihr Sprecher Zabihullah Mudschahed bei Twitter mitteilte. Es handelte sich um die erste Bombenexplosion in der Hauptstadt, seit die Taliban vor einer Woche ihre Frühjahrsoffensive angekündigt hatten.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.