Berlin Mit einer Show der Designerin Dorothee Schumacher hat am Dienstag die Berliner Fashion Week begonnen. In Schumachers elegant-verspielter Kollektion für den kommenden Herbst und Winter ist viel Schwarz und Weiß sowie warmes Gelb zu sehen, ein Hingucker waren übergroße Schleifen an Kleidern und Jacken. Unter den Gästen waren die Schauspielerinnen Christiane Paul, Nora von Waldstätten, Jasmin Tabatabai und Bibiana Beglau. Anders als früher wurden am Eingang die Taschen der Besucher kontrolliert.

Noch bis Freitag präsentieren etablierte und junge Designer ihre Kollektionen. Neben den Laufsteg-Events gibt es mehrere Messen, darunter die Premium und die Panorama. Zentraler Schauplatz für die Schauen ist diesmal ein einstiges Kaufhaus in Berlin-Mitte. Den angestammten Standort am Brandenburger Tor haben die Veranstalter aufgegeben. Mit dabei sind Labels wie Lena Hoschek, Riani, Rebekka Ruétz, Ivanman, Marcel Ostertag, Ewa Herzog und Michael Sontag. Eröffnet werden die Schauen im Kaufhaus Jandorf von Dorothee Schumacher. Das Gebäude ist mehr als 100 Jahre alt. Zu DDR-Zeiten war dort das „Haus der Mode“.

Das Kronprinzenpalais Unter den Linden ist Schauplatz für den Berliner Modesalon. Die Modewoche gibt es seit 2007 zweimal im Jahr. Sie richtet sich überwiegend an ein Fachpublikum. Neu ist, dass einige aktuelle Kollektionen öffentlich für jedermann verkauft werden („The Shop“). Ein Schwerpunkt ist erneut Öko-Mode. Bei der Messe Fashiontech geht es um die Schnittstellen von Mode und Technik.

Mode wird an vielen Orten in der Stadt zu sehen sein. Die für Unisex-Modelle bekannte Designerin Esther Perbandt wird ihre Entwürfe in einer Show in der Volksbühne vorstellen. Präsentiert werden sie nicht von Models, sondern von „Charakteren“. Darunter sind der Schauspieler Alexander Scheer und die Mode-Ikone Vera „Veruschka“ von Lehndorff.

Die Mainzer Designerin Anja Gockel zieht ins Hotel Adlon. Sie sei seit Beginn der Fashion Week im Zelt am Brandenburger Tor dabei gewesen. Als die Schauen jetzt ins Kaufhaus Jandorf verlagert wurden, suchte sie nach einer Alternative: „Für mich war ganz wichtig: Ich möchte am Wahrzeichen Berlins bleiben.“

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hob hervor, wie wichtig das Geschäft mit der Mode für die Wirtschaft der Stadt sei. Demnach gibt es rund 2500 Unternehmen, Jahresumsätze von knapp vier Milliarden Euro und mehr als 20 000 Beschäftigte in der Branche.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

NWZONLINE-NEWSLETTER

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten.
Meine E-Mail wird nur zu diesem Zweck verwendet.
Einwilligung jederzeit wider­rufbar, Abmeldelink in jeder E-Mail. Die Datenschutz­erklärung habe ich zur Kenntnis genommen.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.