Utrecht Platz für 12 500 Fahrräder auf drei Etagen – damit verfügt Utrecht nun nach eigenen Angaben über das größte Fahrradparkhaus der Welt. Dank seiner Lage direkt am Hauptbahnhof der viertgrößten Stadt der Niederlande könnten Reisende ganz bequem Zugfahrten und Fahrradfahren miteinander verbinden, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur, Stientje van Veldhoven.

Insgesamt gebe es in der unmittelbaren Umgebung des Bahnhofs nun rund 22 500 Radstellplätze, berichtete die Zeitung „De Telegraaf“ am Dienstag.

Mit der Fertigstellung der zweiten und letzten Baustufe des 350 Meter langen unterirdischen „Fahrradkellers“ am Montag sei Tokio „vom Thron gestoßen“ worden. Die Stadt verfüge über ein Fahrradparkhaus mit fast 10 000 Stellplätzen, berichtete der öffentlich-rechtliche TV-Sender NOS.

So wurde Utrecht zur Radlerhochburg

Mit 353 000 Einwohnern ist Utrecht, südöstlich von Amsterdam gelegen, die viertgrößte Stadt der Niederlande. 60 Prozent der Wege im Zentrum werden mit dem Rad zurückgelegt. Zum Vergleich: In Berlin sind es etwa 13 Prozent.

Nach dem Krieg sollte ein deutscher Verkehrsplaner Utrecht in eine autogerechte Stadt verwandeln. Grachten wurden trockengelegt. Doch die Bürger wehrten sich erfolgreich und verhinderten die radikale Umgestaltung.

Die Baukosten von rund 30 Millionen Euro wurden von der Gemeinde Utrecht, dem Staat sowie der Niederländischen Bahn und dem Infrastrukturunternehmen Pro Rail aufgebracht.

Die Hälfte aller Bahnreisenden kommt in den Niederlanden mit dem Fahrrad zum Bahnhof. Bahnkunden klagten lange Zeit, dass es zu wenig Parkplätze für Zweiräder gebe. Seit 2011 wurden vom Staat fast 100 000 zusätzliche Fahrrad-Stellplätze geschaffen. Nach Angaben des Statistischen Amtes gibt es etwa 22 Millionen Fahrräder in den Niederlanden, also etwa 1,2 pro Person.

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