Hannover (dpa) - Er schuf Welthits wie "Rock me Amadeus" und lebte exzessiv: Sein früher Unfalltod im Alter von nur 40 Jahren machte den österreichischen Popstar Falco zur Legende.

Das Theatermuseum Hannover beleuchtet vom 19. Oktober an in der Ausstellung "Falco, in Gars am Kamp" vor allem einen Ausschnitt aus dem Privatleben des Sängers, der 1957 als Hans Hölzel in Wien zur Welt kam. Am 6. Februar 1998 starb Falco betrunken und unter Drogen am Steuer seines Geländewagens in der Dominikanischen Republik. "Es gab Hansi Hölzel und die Kunstfigur Falco", sagte Museumsleiter Carsten Niemann der Deutschen Presse-Agentur. "Ich wollte einen unbekannten Aspekt zeigen, den bodenständigen Menschen."

Falco hatte in den 1980er Jahren eine Jugendstilvilla im österreichischen Gars am Kamp gekauft, wohin er sich zurückzog. Zeitweilig wohnte auch seine Mutter Maria Hölzel dort. "Die Villa ist heute noch so eingerichtet und hinterlassen, wie Falco sie verlassen hat", berichtete Niemann. Eine Privatstiftung betreue das Haus mit eingebautem Tonstudio.

In der bis zum 17. März 2019 laufenden Schau in Hannover sind rund hundert Exponate aus dem Privatbesitz des Ausnahmekünstlers zu sehen, der es als erster deutschsprachiger Künstler wochenlang an die Spitze der US-Charts schaffte. Viele bezeichneten ihn als Vorreiter des weißen Rap. Neben Aufnahmen des Fotografen Niko Havranek von der Villa in Gars am Kamp werden in Hannover auch Radio- und Fernsehinterviews mit Falco präsentiert.

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