Süddeutschland Ausgefallene Flüge, verspätete Züge, gesperrte Straßen und mehrere Verletzte: Über die Mitte und den Süden Deutschlands sind Unwetter hinweggezogen. Im Kreis Offenbach sprachen Zeugen nach Polizeiangaben am Sonntag von einem Tornado. Der Deutsche Wetterdienst bestätigte dies aber nicht. Örtlich richteten Starkregen und Böen erhebliche Schäden an. Dies hatte auch Auswirkungen auf den Bahn- und Flugverkehr.

Wegen eines Oberleitungsschadens aufgrund des Unwetters haben beispielsweise 400 Reisende bei Roth in der Region Nürnberg am Sonntagabend über Stunden in einem ICE festgesessen. „Der Zug hatte keinen Strom mehr und stoppte bei Roth mitten auf der Strecke“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Montag. Um Mitternacht hätten Feuerwehr und Retter die Reisenden dann aus dem Zug in Sicherheit gebracht. Die Rettung war wegen des unwegsamen Geländes schwierig und dauerte rund drei Stunden. Verletzt wurde niemand. Der ICE wurde abgeschleppt.

Bahnpendler wurden am Montag regional weiter mit Problemen konfrontiert. Wegen eines Blitzeinschlags in ein Stellwerk im südhessischen Mörfelden-Walldorf musste der Fernverkehr zwischen Frankfurt/Main und Mannheim in beiden Richtungen auch am Montag noch für mehrere Stunden umgeleitet werden.

Auch die Strecke zwischen Aschaffenburg und Hanau war nach Angaben der Bahn wegen Unwetterschäden gesperrt. Der Fernverkehr zwischen Frankfurt/Main und Würzburg wurde deshalb in beiden Richtungen umgeleitet. Autofahrer waren ebenfalls betroffen: So war die Autobahn 45 in Richtung Seligenstadt zeitweise voll gesperrt.

Das Unwetter schränkte auch den Flugverkehr am Frankfurter Flughafen ein: Um Personal und Reisende zu schützen, sei die Abfertigung auf dem Vorfeld vorübergehend eingestellt worden, sagte eine Sprecherin des Betreibers Fraport am Montag. Demnach wurden bis zum Sonntagabend 41 von 1500 geplanten Flügen annulliert. Die meisten davon waren Inlandsflüge. Acht Flüge wurden der Sprecherin zufolge umgeleitet.

Leider blieb es nicht bei Ausfällen und Sachschäden: Rund um Offenbach seien mehrere Menschen verletzt worden, genaue Angaben machte die Polizei zunächst nicht. Die Feuerwehr sprach in einer Mitteilung von Montag von einer „Schneise der Verwüstung“ im Kreis Offenbach. Die Feuerwehren seien von Sonntagabend ab 18 Uhr zu mehr als 1000 Einsätzen gerufen worden. Im Mainzer Stadtteil Ebersheim wurden zwei Menschen unter einem umgestürzten Baum eingeklemmt. Ein 34-Jähriger wurde bei Ginsheim-Gustavsburg östlich von Mainz in seinem Zelt von einem umgefallenen Baum getroffen, teilte die Polizei mit. Lebensgefahr bestehe nicht.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.