London Ein Stromausfall hat am Montag die US-Gesellschaft Delta Airlines zur Absage Hunderter Flüge gezwungen. Die Panne am Firmensitz in Atlanta habe weltweit die Computersysteme gestört, teilte Delta mit. Stundenlang konnten gar keine Passagiermaschinen starten, später wurde der Betrieb eingeschränkt wieder aufgenommen. Tausende Passagiere saßen auf Flughäfen auf der ganzen Welt fest.

Warum das komplette System wegen des Stromausfalls um 08.30 Uhr deutscher Zeit ausfiel, war zunächst nicht klar. Ein Sprecher des Energieversorgers Georgia Power sagte der Nachrichtenagenturn AP, vermutlich habe es in den Anlagen von Delta eine Fehlfunktion gegeben. Andere Kunden hätten keine Probleme gehabt. Delta erklärte, von einem solchen Bericht sei ihr nichts bekannt.

Flugzeuge, die bereits in der Luft waren, konnten ihre Reise fortsetzen, doch an den Flughäfen herrschte Chaos. Etwa 427 Flüge fielen aus, mehr als 1000 verspäteten sich, wie das Unternehmen FlightStats bekanntgab.

Boardingpässe mussten vielerorts per Hand ausgestellt werden, in Tokio wurde ein alter Matrixdrucker hervorgekramt, um die Passagierlisten auf dem aktuellen Stand zu halten. Die Säulen, an denen sich Passagiere selbst für Delta-Flüge einchecken können, blieben dunkel.

Für zusätzliche Verwirrung sorgten falsche Anzeigen. Auf Flughafenbildschirmen wurden Delta-Flüge fälschlicherweise als pünktlich aufgelistet. „Wir entschuldigen uns bei den Kunden, die von diesem Problem betroffen sind. Unsere Teams arbeiten daran, das Problem so schnell wie möglich zu beheben“, hieß es in einer Erklärung von Delta.

Etwa elf Stunden nach dem Stromausfall nahm Delta den Flugverkehr eingeschränkt wieder auf. Es gebe aber weiter Flugstreichungen und Verzögerungen, hieß es.

Unter den Betroffenen war der Amerikaner Stephen Smith, der eigentlich von Tokio nach Shanghai fliegen wollte. Er schrieb der Nachrichtenagentur AP über Twitter, er sitze bereits seit drei Stunden im Flugzeug auf der Rollbahn fest. Zumindest funktioniere aber die Klimaanlage. „Im Moment ist es ein Geduldsspiel“, schrieb er. Delta kündigte eine Entschädigung für die betroffenen Passagiere an.

Systemabstürze haben bereits in der Vergangenheit mehrfach für Chaos im Flugverkehr gesorgt. Im Juli musste Southwest Airlines mehr als 2000 Flüge streichen, weil die Passagiere nicht einchecken und boarden konnten.

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