St. Johann Am Walde /Berlin Heftige Unwetter haben vor allem im Süden Deutschlands und im Alpenraum schwere Schäden angerichtet. Bei einem Sturmunglück in Oberösterreich stürzte ein Festzelt mit 650 feiernden Gästen ein – zwei Besucher wurden getötet, mindestens 120 verletzt. Wegen eines heftigen Unwetters mit Starkregen wurde die zweite Hälfte des Bundesliga-Eröffnungsspiels in München verspätet angepfiffen.

Der letzte Tag des Chiemsee-Summer-Festivals wurde komplett abgesagt: Die Verwüstung auf dem Gelände bei Traunstein und die Schäden an den Bühnen seien zu groß, sagten die Veranstalter.

Das Unwetter mit starken Sturmböen hinterließ auf dem Festivalgelände eine Spur der Verwüstung: Sogar das für Starkwinde ausgelegte Hauptzelt auf dem Chiemsee Summer sei beschädigt worden. An einem Riesenrad wurden Gondeln nach Polizeiangaben vorsorglich abmontiert.

50 Festivalbesucher mussten medizinisch behandelt werden. Darunter auch viele, die verängstigt waren und psychologische Betreuung in Anspruch nahmen, wie die Organisatoren sagten. Weil die Campingplätze total verwüstet wurden, öffneten Notunterkünfte. 20 Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden, sagte ein Pressesprecher: „Es gibt keine lebensbedrohlichen Verletzungen, was uns sehr erleichtert.“

Ein Musikfestival musste auch in Sachsen wegen eines Unwetters unterbrochen werden: Beim Highfield-Festival bei Großpösna fielen mehrere Auftritte aus, etwa von Clueso.

Der Landkreis Passau rief nach heftigen Unwettern, die in der Nacht zum Samstag über Niederbayern gezogen waren, Katastrophenalarm aus. Neben überfluteten Straßen und Kellern sowie Stromausfällen blockierten viele Bäume die Straßen. Bei den Aufräumarbeitern am Sonntag gab es zwei Tote.

Auch in anderen Regionen im Südwesten Deutschlands gab es heftige Unwetter. Mehrere Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Die Polizei und Feuerwehren mussten am Freitagabend und in der Nacht zum Samstag wegen überfluteter Keller und umgestürzter Bäume zu Hunderten Einsätzen ausrücken. Allein in Heilbronn seien innerhalb von drei Stunden etwa 250 Notrufe eingegangen. Hauptsächlich wurden durch Bäume blockierte Straßen, herabgestürzte Dachziegel und vollgelaufene Keller gemeldet.

Das Unwetter im Vogtland wurde dem Fahrer eines Transporters zum Verhängnis: Der Starkregen hob am Freitagabend in Netzschkau einen Gullydeckel aus. Nach Polizeiangaben sah der 35-Jährige das zu spät und fuhr mit dem Hinterrad seines Fahrzeugs in das Loch – dadurch überschlug sich der Wagen. Der Fahrer blieb unverletzt. Im oberfränkischen Meeder bei Coburg riss der Sturm eine Wanderhütte mit und schleuderte sie auf die Autobahn 73.


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