Frankfurt/Main (dpa) - Schauspielerin Jasmin Tabatabai (51) findet, Frauen sollten meinungsstärker auftreten. "Frauen müssen lernen zu fordern, unbequemer und lauter zu sein. Sie müssen es akzeptieren, dass man über "Liebsein" und "Mitspielen" wahrscheinlich nicht groß weiter kommen wird", sagte Tabatabai im hr3-Sonntagstalk über Gleichberechtigung mit Bärbel Schäfer. "Wir leben noch lange nicht in einer paritätischen und gleichberechtigten Gesellschaft."

Ihr Einsatz für die Gleichstellung der Frauen hat für Tabatabai nach eigenen Worten berufliche Konsequenzen: "Man muss dafür natürlich auch einen Preis bezahlen. Du wirst geschnitten, gemieden und als Schauspielerin eben nicht besetzt. Es ist ganz schlimm, in unserer Branche meinungsstark zu sein." Viele hätten einfach Angst.

Die Schauspielerin kritisierte: "67 Prozent der deutschen Frauen gehen arbeiten, aber im deutschen Film und Fernsehen sind nur 20 Prozent als berufstätig (dargestellt). Die restlichen 80 Prozent definieren sich nur über ihre Beziehung zum Mann: die Mutter von, die Freundin von, die Ehefrau von, die Geliebte von, die Tochter von – das prägt. Das ist eine Verzerrung der Wirklichkeit."

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