Saarbrücken /Oldenburg Angesichts der Ermittlungen gegen einen Krankenpfleger wegen fünffachen Mordes und zweifachen Mordversuchs im Saarland haben Patientenschützer weitreichende Konsequenzen verlangt. „Für alle Einrichtungen braucht es eine unabhängige und externe Anlaufstelle, bei der anonyme Hinweisgeber verdächtige Vorkommnisse melden können“, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, am Wochenende.

Auch eine „lückenlose, standardisierte und elektronische Kontrolle der Medikamentenausgabe“ sei notwendig sowie verbindliche amtsärztliche Leichenschauen.

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hatte am Freitag von Ermittlungen gegen einen 27-Jährigen wegen fünffachen Mordes und zweifachen Mordversuchs berichtet. Die Taten sollen sich zwischen März 2015 und März 2016 im Saarland ereignet haben. In dieser Zeit sei der Pfleger in der SHG-Klinik Völklingen beschäftigt gewesen.

Er soll Patienten nicht verordnete Notfallmedikamente gegeben haben, um sie in Lebensgefahr zu bringen. Anschließend habe er versucht, sie zu reanimieren.

Der Fall weckt Erinnerungen an die Mordserie des Krankenpflegers Niels Högel. Das Landgericht Oldenburg hatte ihn im Juni wegen 85-fachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Högel war bereits zuvor zweimal verurteilt worden.

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