Rotterdam /Genf Dieser Wettbewerb hat dem Kalten Krieg, Naturkatastrophen und Terroranschlägen getrotzt – doch das neue Virus ändert
alles: Der Eurovision Song Contest fällt erstmals in seiner mehr als 60-jährigen Geschichte aus. Grund ist die Corona-Krise.

Der Organisator, die Europäische Rundfunkunion (EBU) in Genf, teilte diese Entscheidung am Mittwoch mit. Das internationale Musikevent hätte vom 12. bis 16. Mai im niederländischen Rotterdam stattfinden sollen. „Die Gesundheit der Künstler, der Bühnenarbeiter, der Fans und Besucher stand ebenso im Mittelpunkt dieser Entscheidung wie die Lage in den Niederlanden und in Europa“, heißt es in der Erklärung.

Die EBU zeigte sich „am Boden zerstört“, diese Entscheidung treffen zu müssen. Für Deutschland hätte der Sänger Ben Dolic mit dem Lied „The Violent Thing“ antreten sollen. ARD-Koordinator Schreiber sagte: „Das haben wir erwartet und befürchtet – es ist leider die einzig richtige Entscheidung. So enttäuschend es für alle Beteiligten (...) ist, so gilt doch auch für den ESC: Die Gesundheit aller muss oberstes Ziel sein.“ Er habe uneingeschränktes Vertrauen, dass alle Verantwortlichen mit Hochdruck an der „bestmöglichen Lösung für den ESC 2021“ arbeiteten.

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Auch die niederländischen Ausrichter zeigten Verständnis. „Dieser Beschluss der EBU war unvermeidlich angesichts der Umstände, von denen ganz Europa derzeit durch das Coronavirus betroffen ist, und all der Maßnahmen, die Regierungen nun ergreifen müssen“, sagte die Chefin der niederländischen Rundfunkanstalt NPO, Shula Rijxman.

Er verstehe, dass viele Menschen durch die Absage enttäuscht seien, sagte der Chefproduzent der ESC-Show, Sietse Bakker, dem Sender NOS. Zusammen mit der EBU wollten die beteiligten Rundfunkanstalten und die Stadt Rotterdam alles tun, damit dort der ESC 2021 stattfinden kann. Er sprach sich zugleich dafür aus, dass die Karten für den ESC 2020, die in kürzester Zeit ausverkauft gewesen seien, für 2021 gültig bleiben.

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