New York Die Oscar-Gala im kommenden Jahr wird wegen der Corona-Pandemie verschoben. Die 93. Ausgabe der Filmpreisverleihung solle nun am 25. April 2021 stattfinden - acht Wochen nach dem ursprünglich geplanten Termin, teilten die zuständige Filmakademie und der Sender ABC am Montag mit. Grund seien die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Filmindustrie. Es ist das vierte Mal in der Geschichte der Oscars, dass die Gala verschoben wird.

Der Vorstand der Akademie beschloss auch, das Zeitfenster für die Zulassung von Filmbeiträgen über das Kalenderjahr hinaus bis zum 28. Februar 2021 zu verlängern. Verschoben wird auch die eigentlich für Dezember geplante Eröffnung eines Museums der Filmakademie. Es soll nun am 31. April 2021 seine Pforten öffnen.

Die Verschiebungen würden Filmemachern die Flexibilität verleihen, ihre Produktionen zu beenden und herauszubringen, ohne für etwas bestraft zu werden, das sich ihrer Kontrolle entziehe, teilten der Präsident und die Geschäftsführerin der Academy of Motion Picture Arts and Sciences - David Rubin und Dawn Hudson - in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Die Präsidentin von ABC Entertainment, Karey Burke, sagte, die Branche habe in diesem Jahr „Neuland“ betreten. Gemeinsam mit der Filmakademie wolle man daran arbeiten, dass die Show im kommenden Jahr sicher sei.

Die 12. Ausgabe der jährlich verliehenen Governors Awards wurde zudem gestrichen. Bei dem Event werden Ehrenoscars an bereits vorab verkündete Empfänger vergeben. Eigentlich wird es in der zweiten Novemberwoche in Los Angeles abgehalten. Unklar ist noch, ob und wann in dieser Saison die als Oscar-Stimmungsbarometer geltenden Golden-Globes-Gala stattfindet. Die britischen Filmpreise Bafta wurden am Montag vom 14. Februar auf den 11. April 2021 verschoben.

Wegen der Corona-Krise wurden Kinos dichtgemacht, Filmstarts auf Eis gelegt und wichtige Festivals wie jenes in Cannes gestrichen. Im April traf die Oscar-Filmakademie die beispiellose Entscheidung, auch Beiträge ohne Laufzeit in Kinos zur Nominierung für die Gala zuzulassen - aber nur für ein Jahr.

Hinter der Oscar-Zeremonie hatte bisher ein großes Fragezeichen gestanden. Nun gibt es Gewissheit. Die Oscar-Nominierungen sollen am 15. März bekanntgegeben werden, das traditionelle Mittagsmahl der Anwärter soll am 15. April steigen.

Viele Entscheidungen stehen aber noch aus. Die Academy-Führung hat noch nicht preisgegeben, wie das Format der Show aussehen soll. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob es diesmal eine virtuelle Gala gibt oder ob die Hollywoodstars wie gehabt in Fleisch und Blut erscheinen. Und zu einem späteren Zeitpunkt soll es Details zum Auswahlprozedere für Beiträge für die 94. Oscarverleihung 2022 und das Datum dieser Gala geben.

Es ist das vierte Mal in der Geschichte der Oscars, dass die Show verschoben wurde. Allerdings wurde sie noch nie soweit im voraus vertagt. Verheerende Überschwemmungen in Los Angeles im Jahr 1938 machten eine Verschiebung um eine Woche nötig. 1968 fand die Gala nach der Ermordung des berühmten Bürgerrechtlers Martin Luther King zwei Tage später als geplant statt. Und 1981 wurde sie um 24 Stunden aufgeschoben, nachdem der damalige Präsident Ronald Reagan in Washington angeschossen worden war. Die Entscheidung fiel damals vier Stunden vor dem geplanten Ausstrahlungsbeginn.

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