New York Eine US-Jury soll entscheiden, ob der britische Popstar Ed Sheeran (27) bei einem Song des Soulsängers Marvin Gaye abgekupfert hat. Das hat ein New Yorker Bezirksrichter am Donnerstag (Ortszeit) entschieden. Es gebe „wesentliche Ähnlichkeiten zwischen mehreren musikalischen Elementen“ der beiden Musikstücke, sagte Richter Louis Stanton. Er wies damit den Antrag Sheerans zurück, die Klage abzuweisen.

Dem Superstar, seinem Co-Songwriter und seinen Plattenfirmen wird vorgeworfen, unter anderem Rhythmus und Melodie des Gaye-Songs „Let’s Get It On“ aus dem Jahr 1973 für seinen Hit „Thinking Out Loud“ verwendet zu haben. Kläger sind die Erben des Produzenten Edward Town-send. Dieser hatte „Let’s Get It On“ gemeinsam mit Gaye geschrieben. Der Soulsänger selbst war 1984 von seinem eigenen Vater bei einem Streit getötet worden – einen Tag vor seinem 45. Geburtstag.

Sheerans Anwälte weisen die Vorwürfe zurück. Der Song „Thinking Out Loud“ sei gekennzeichnet durch „düstere, melancholische Töne“, die sich an „langanhaltende, romantische Liebe“ richteten, während „Let’s Get It On“ eine „sexuelle Hymne“ sei.

Derselbe Richter ist auch zuständig für eine weitere Klage, die die Firma Structured Asset Sales (SAS) gegen Sheeran und seine Plattenfirmen eingereicht hat. Diese hält einen Anteil an den Urheberrechten des Gaye-Songs. Der Streitwert liegt hier bei 100 Millionen US-Dollar (umgerechnet 88 Millionen Euro).

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