New York (dpa) - Der seit Jahren mit Missbrauchsvorwürfen konfrontierte Hollywood-Regisseur Woody Allen (82) hält sich für vorbildlich im Umgang mit Frauen. "Ich sollte das Aushängeschild der #MeToo-Bewegung sein", sagte Allen der argentinischen Nachrichtensendung "Periodismo Para Todos".

Ich bin seit 50 Jahren im Filmgeschäft tätig, habe mit mehr als 100 Schauspielerinnen gearbeitet und nicht eine einzige - ob groß, berühmt oder Einsteigerin - hat mir unanständiges Verhalten vorgeworfen. Ich habe mich ihnen gegenüber immer wundervoll verhalten.

Der Regisseur wies zugleich erneut Anschuldigungen zurück, seine Tochter Dylan Farrow im Alter von sieben Jahren sexuell missbraucht zu haben. Allen sagte, er unterstütze die #MeToo-Bewegung, da sie die Verantwortlichen schrecklicher Taten zur Rechenschaft ziehe. Was ihn jedoch störe, sei, dass er mit solchen Personen in Verbindung gebracht werde.

Dylan Farrow hatte in einem Interview mit der "Vanity Fair" 2013 und in einem offenen Brief in der "New York Times" erstmals öffentlich über sexuelle Übergriffe ihres Vaters gesprochen. Ihr Bruder Ronan Farrow unterstützt sie dabei. Der Journalist erhielt Mitte April den Pulitzer-Preis für die Berichterstattung über die Missbrauchsvorwürfe gegen den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein, welche die #MeToo-Bewegung ins Rollen brachte.

Allen stritt die Missbrauchsvorwürfe stets ab und wurde mangels Beweisen nie angeklagt. "Das ist etwas, das vor 25 Jahren von allen Behörden untersucht wurde und alle kamen zu dem Schluss, dass es nicht wahr ist", sagte Allen. "Das war das Ende, und ich habe mein Leben weitergelebt."

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