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Lübeck Sie sollen an Rheuma, Blutgerinnungsstörungen, Asthma oder der Glasknochenkrankheit gelitten haben – jahrelang dichtete eine Mutter ihren Kindern Krankheiten an und kassierte damit Geld. Am Mittwoch verurteilte das Landgericht Lübeck die 49 Jahre alte Frau zu acht Jahren Haft wegen der schweren Misshandlung von Schutzbefohlenen und gewerbsmäßigen Betrugs. Wegen Fluchtgefahr erließ die Jugendkammer direkt einen Haftbefehl.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sie vier ihrer fünf Kinder über Jahre hinweg schwere chronische Krankheiten angedichtet hatte, um ungerechtfertigt Sozialleistungen zu beziehen. Sie habe ihre Kinder nicht geliebt, sondern sie nur als Mittel benutzt, um möglichst viel Geld zu machen und ihre Geltungssucht zu befriedigen.

Die Mutter brachte ihre Kinder sogar dazu, im Rollstuhl zu sitzen, sie durften nur wenige Schritte am Tag laufen und brauchten die Hilfe von Schulbegleiterinnen. Um alles glaubhaft zu machen, legte die 49-Jährige gefälschte Atteste vor. „Das ist offenbar keinem der Ärzte aufgefallen“, sagte die Richterin. Den materiellen Schaden für die Sozialkassen und den Kreis Ostholstein bezifferte sie auf 135 000 Euro. Dazu kommen unnötig verordnete Medikamente im Wert von mehr als einer Million Euro, die die Angeklagte im Keller des Hauses hortete.

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