Los Angeles Hollywood-Star Kirk Douglas ist mit 103 Jahren gestorben. Sein Sohn, der Schauspieler Michael Douglas, teilte dies am Mittwoch auf Instagram und Facebook mit. Ein Agent des Sohnes bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Echtheit der Stellungnahme. Kirk Douglas drehte mehr als 80 Filme, seine berühmteste Rolle war die des Sklavenanführers „Spartacus“ in dem gleichnamigen Historienepos.

„Mit großer Trauer verkünden meine Brüder und ich, dass Kirk Douglas uns heute im Alter von 103 Jahren verlassen hat“, hieß es in der Mitteilung von Michael Douglas über Instagram. Für die Welt sei er eine Legende aus dem goldenen Zeitalter des Films gewesen, „aber für mich und meine Brüder Joel und Peter war er einfach Vater“.

Douglas habe sein Leben gut gelebt und hinterlasse ein filmisches Erbe, das für die kommenden Generationen Bestand haben werde. „Lasst mich mit den Worten enden, die ich ihm an seinem letzten Geburtstag sagte und die immer wahr bleiben werden. „Papa - ich liebe dich so sehr und ich bin so stolz, dein Sohn zu sein.““

Douglas drehte oft mit großen Regisseuren wie Billy Wilder, Howard Hawks, Otto Preminger und Elia Kazan. Allein mit seinem Leinwandfreund Burt Lancaster stand er sieben Mal vor der Kamera. Drei Mal war er nahe dran am Oscar: in der Rolle des rücksichtslos-ehrgeizigen Boxers in „Zwischen Frauen und Seilen“, als machtgieriger Produzent in „Stadt der Illusionen“ und für sein Künstlerporträt „Vincent van Gogh - Ein Leben in Leidenschaft“.

Douglas wurde schließlich 1996 ein Ehren-Oscar für sein Lebenswerk verliehen. Die Filmakademie würdigte ihn am Mittwoch als „Hollywood-Legende“. Die Golden Globes bezeichneten ihn als einen der „berühmtesten Schauspieler aller Zeiten“, Schauspieler Danny DeVito nannte Douglas „inspirierenden Schlingel“ und bedankte sich: „Großartig, mit Dir abgehangen zu haben“.

Zuletzt war Douglas immer seltener in der Öffentlichkeit aufgetreten - 1996 hatte ihm ein Schlaganfall schwer zugesetzt. In seinem achten Buch - „Ein Fall von Glück - Mein neues Leben nach dem Schlaganfall“ beschrieb er die schwierige Genesung.

Die Frage, wie er sich mit 102 fühle und ob ihm das Alter zu schaffen mache, hakte er im vorigen Jahr mit wenigen Worten ab. „Ich dachte nie, dass ich über 100 werde, aber ich verkrafte es schon.“ Im Januar 2018 kam er bei der Golden-Globe-Gala im Rollstuhl auf die Bühne, um den Preis für das beste Drehbuch anzukündigen.

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