Los Angeles /San Francisco Gegen die Flammenhölle kommt selbst ein „Terminator“-Star nicht an. „Falls Sie in einer Evakuierungszone sein sollten, machen Sie keinen Unsinn, hauen Sie ab“, rät Arnold Schwarzenegger den Menschen in den Brandgebieten von Kalifornien. Den Schauspieler und Ex-Gouverneur des Staates hatte es in der Nacht getroffen: Früh um halb vier hätten sie ihr Haus räumen müssen, schrieb der 72-Jährige am Dienstag auf Twitter. Die Feuerwehrleute seien die „wahre Helden“, lobte der gebürtige Österreicher und Wahlkalifornier die Tausenden Helfer, die in dem Westküstenstaat seit Tagen gefährliche Schwerstarbeiten leisten.

Die jüngste Flammenwalze im „Goldenen Staat“ bedrohte auch Promi-Villen in dem Nobelviertel Brentwood, acht Häuser hätte das sogenannte „Getty“-Feuer bereits zerstört, teilte die Feuerwehr mit. Die Interstate 405, eine der meist befahrenen Autobahnen der USA, musste teilweise gesperrt werden. Sie führt direkt an dem Hang mit dem weltberühmten Getty-Kunstmuseum im Westen von Los Angeles vorbei. Ein Déjà-vu im Katastrophenland: Vor zwei Jahren hatten die trockenen heftigen Santa-Ana-Winde an derselben Stelle ein Feuer angefacht und Tausende Menschen aus ihren Häusern vertrieben.

Ein Jahr später ein verblüffend ähnliches Bild: Im November 2018 stehen die Hügel um den Promi-Ort Malibu in Flammen. Moderator Thomas Gottschalk, Popstar Miley Cyrus und Schauspieler Gerard Butler verlieren ihre Villen.

Mit solchen Schreckensszenarien leben die Westküstler schon lange, doch jetzt treffen sie Schlag auf Schlag ein, fast rund ums Jahr und immer heftiger. „Dies ist die größte Evakuierung, die jeder von uns im Sheriffs Büro je erlebt hat. Passt aufeinander auf“, schrieb die Polizei im nordkalifornischen Bezirk Sonoma County am Sonntag auf Twitter.

Seit Ausbruch des „Kincade“-Feuers vorige Woche, in der Weinregion nördlich von San Francisco, mussten mehr als 180 000 Menschen ihre Häuser teils fluchtartig verlassen. Mindestens 123 Gebäude wurden zerstört, darunter auch Weingüter.

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