Wien (dpa) - Christian Thielemann hat sich auf sein Debüt als Dirigent des Wiener Neujahrskonzerts gut vorbereitet. Er habe viele Konzerte im Fernsehen verfolgt und sich auch immer wieder Ausschnitte mit den verschiedenen Dirigenten angeschaut, sagte Thielemann vor seiner Premiere. Das ZDF überträgt das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker live aus dem Goldenen Saal des Musikvereins in Wien. Die Philharmoniker spielen am Dienstag (1.1.) ab 11.15 Uhr (bis 13.45 Uhr) ein breites Programm aus dem Repertoire der Strauß-Dynastie. Das Klassikereignis wird in mehr als 90 Länder übertragen.

Die Auswahl des Programms mit dem ihm bestens vertrauten Orchester sei von "großer Harmonie" geprägt gewesen, sagte Thielemann vorab. "Die Abfolge muss einen inneren Bogen haben." Es sei eine musikalische Hügellandschaft geworden mit Werken unterschiedlichen Charakters aus der Strauß-Dynastie. Unter den im Programm aufgeführten 17 Stücken werden sechs erstmals von den Wiener Philharmonikern gespielt. Dazu gehört auch die Polka "Expreß" des Walzerkönigs Johann Strauß (Sohn). Thielemann selbst war die Berücksichtigung der "Sphärenklänge" von Josef Strauß wichtig. Mit diesem Walzer endet das reguläre Programm vor den obligatorischen Zugaben - darunter fast immer der berühmte Radetzky-Marsch.

Der Wagner-Experte Thielemann schätzt nach eigenen Worten durchaus den Walzer und die etwas leichtere Muse. "Ich habe angefangen mit der Operette, bin dann aber frühzeitig in den Wagner reingerutscht." Mit der von ihm geleiteten Dresdner Staatskapelle habe er mehrfach Kompositionen aus Operetten und auch Filmmusik gespielt.

Ich freue mich von Herzen auf dieses Neujahrskonzert - es wird ein besonderes werden", sagte Daniel Froschauer als Vorstand der Wiener Philharmoniker bei der Präsentation des nahenden Klassikevents am Freitag. Schließlich habe man endlich Christian Thielemann als Dirigent für den musikalischen Neujahrsgruß im Musikverein gewonnen: "Wir haben lange gewartet auf dieses Neujahrskonzert mit ihm.

Der lange Ersehnte gewann der Wartezeit auch Positives ab: "Es ist sehr schön, dass es auch ein paar Jahre gedauert hat." Nun seien er und die Philharmoniker noch vertrauter miteinander.

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