Köln Nach Schüssen auf zwei Männer aus der Rockerszene in Köln fahndet die Polizei mit Hochdruck nach dem Täter. Gegen einen den Behörden namentlich bekannten Mann sei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Mittwoch. Es bestehe der dringende Verdacht des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung. Noch in der Nacht durchsuchten die Ermittler ein Clubheim der „Hells Angels“.

Die beiden Opfer waren am Dienstagnachmittag mit einem weißen Sportwagen in Köln unterwegs, als der Schütze auf offener Straße das Feuer eröffnete und anschließend mit einem Auto floh. Die Angeschossenen kamen schwer verletzt ins Krankenhaus. Der Fahrer war nach Bremers Worten zeitweise in Lebensgefahr.

Die Ermittler gehen von einer Auseinandersetzung unter Rockern aus. „Alle drei Beteiligten sind dem Rockermilieu zuzuordnen“, sagte Bremer. Die genauen Hintergründe seien noch unklar. Nach der Tat durchsuchte die Polizei Räume des Ortsclubs Ostheim der „Hells Angels“ sowie eine Privatwohnung.

Medienberichten zufolge gehören die beiden Angeschossenen den Bandidos an. Bremer machte keine Angaben, ob die Männer bereits befragt worden seien.

Der Ortsclub Ostheim hatte Ende Februar nach Schüssen auf ein Lokal in der Kölner Innenstadt und anschließenden Festnahmen offiziell seine Auflösung bekanntgegeben.

Der Anwalt des sogenannten Charters hatte sich per Fax an das NRW-Innenministerium gewandt und die Auflösung mitgeteilt. Nach Bremers Worten ist der Status des Charters derzeit aber unklar.

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