Star-Tenor Jonas Kaufmann (46) gibt zu: Er findet die Opern von Richard Wagner manchmal ganz schön lang. "Natürlich kommt einem irgendwann der Gedanke, es wäre schön, wenn's ein bissl kürzer wäre", sagte er am Mittwoch an der Bayerischen Staatsoper.

Dort gibt er am 16. Mai sein szenisches Rollendebüt als Walther von Stolzing in "Die Meistersinger von Nürnberg". Aber zu dieser Länge gibt es seiner Ansicht nach keine Alternative. Man könne "keine Stelle finden, wo man guten Gewissens das Skalpell ansetzen könnte".

Kaufmann steht an der Seite von Wolfgang Koch auf der Bühne, der Hans Sachs gibt. Beide waren sich einig: Wagner zu kürzen wäre "ein Sakrileg".

Der Regisseur David Bösch bringt die Oper auf die Bühne. Es ist nach Opernangaben das zwölfte Mal, dass "Die Meistersinger" an der Münchner Oper neu inszeniert werden und es soll keine politische Inszenierung werden - aber es gibt Anspielungen. Kaufmann sagte: "Pegida guckt auch einmal um die Ecke in unserer Produktion."

Am Pult steht Generalmusikdirektor Kirill Petrenko - ein Glücksfall für Kaufmann. Petrenko vollbringe Wunder, sagte er. "Da sind wir wirklich in goldenen Händen."

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