Frage: Ihr umstrittener Auftritt im ZDF-„Fernsehgarten“ hat eine wahre Medien-Lawine ausgelöst. Hat Sie das überrascht?
Mockridge: Ja. Auf einmal sitzt man im Auge des Orkans und kommt mit einer solchen Aktion auf Titelseiten, gleichgesetzt mit politischen Krisen, Kriegen, Anschlägen und Fußballergebnissen. Das ist komplett skurril. Mein Leben hatte sich ja nicht geändert. Ich trinke immer noch morgens meinen Kaffee und dusche und fahre mit dem Roller durch Köln, war aber irgendwie drei Tage auf der Titelseite der Tageszeitung. Das war für mich tatsächlich – für das, was wir da gemacht haben – eine sehr absurde Situation. Aber da ich Comedian bin und immer versuche, den Dingen etwas Lustiges abzugewinnen, habe ich tatsächlich drei Tage gelacht.
Frage: Worauf führen Sie diese mediale Aufregung zurück?
Mockridge: Ich glaube, die Aufregung war so groß, weil ich mich tatsächlich nicht dazu gemeldet habe und das alles auf meine Sendung vertagt habe. Den Kontext und das, was wir überhaupt vorhatten, erklären wir in der Sendung. Da gilt mal wieder die alte Regel: Je weniger es gibt, desto mehr machen sich die Leute selber Gedanken. Wenn ich jetzt sofort alles erzählt und bei Instagram erklärt hätte, dann wäre das sicherlich anders bewertet worden. Udo Lindenberg hat mir mal den Tipp gegeben, dass man auch mal so eine Art Mysterium sein muss.
Frage: Haben Sie einen absoluten Wunsch-Gast für Ihre neue Show?
Mockridge: Ich finde Angela Merkel ja mega. Ich habe nach der „Fernsehgarten“-Nummer nur drei Tage im Fokus gestanden, und sie macht das als Kanzlerin seit fast 14 Jahren: und zwar komplett. Es gibt Leute, die sie hassen, Leute, die sie lieben und Leute, die sie für absolut alles verantwortlich machen. Da würde ich gerne mal kurz Mäuschen spielen und fragen: Wie geht es eigentlich dem Mensch Angela Merkel hinter dieser politischen Fassade. Ich bin jetzt auch 30 und muss sagen, dass mein komplettes politisches Bewusstsein eigentlich nur aus der Bundeskanzlerin Angela Merkel besteht. Ich fände es mega, wenn die mal vorbeikommen würde. Sie ist hiermit also offiziell eingeladen.
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