Im Nordwesten Kann ich mich über kontaminierte Importe infizieren? Was bedeutet Quarantäne? Und welche Auswirkungen hat das Virus auf das beliebte „Corona“-Bier? In diesem Corona-ABC beantwortet die NWZ-Redaktion die wichtigsten Fragen und erklärt Begriffe rund um Covid-19.

A wie ...

Alter: Bisher sind die Krankheitsverläufe vor allem bei älteren Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, schwer. Das sagt auch Prof. Dr. Axel Hamprecht, Leiter des Instituts für medizinische Mikrobiologie und Virologie der Carl von Ossietzky Universität und des Klinikums Oldenburg. „Deutlich wird in allen bisher publizierten Studien, dass Alter ein sehr wichtiger Faktor ist – grob kann man aus den bisherigen Daten schlussfolgern, dass das Risiko für eine schwere Erkrankung oder Tod mit dem Alter ansteigt“, so der Experte. „Ein etwas erhöhtes Risiko wird bereits bei über 50-Jährigen beobachtet, die schwersten Verläufe kommen bei Patienten über 80 Jahre vor.“

Ansteckung: Der Hauptübertragungsweg scheint die Tröpfcheninfektion zu sein. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts sind theoretisch möglich auch Schmierinfektion und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen. Der Oldenburger Virologe Prof. Dr. Axel Hamprecht erklärt im Interview, wo Gefahren lauern – und wo nicht.

B wie ...

Bahnreisende: Bahnreisende können ab 16. März nach den Worten von Bahnchef Richard Lutz Spartickets in Gutscheine umtauschen, um die Absage von Reisen in der Coronavirus-Krise zu erleichtern. Das gelte zunächst für Reisen bis Ende April, sagt Lutz in Berlin im Bundesverkehrsministerium. Normalerweise sind Sparpreise zwar günstiger als flexible Tickets, können aber nicht ohne Weiteres umgetauscht oder zurückgegeben werden. Es sei wichtig, damit ein Zeichen zur Beruhigung zu senden, sagte Lutz. Die Bahn werde den Betrieb möglichst aufrecht erhalten.

Beschäftigung: Frühjahrsputz, Spiele und Basteln: Wie man sich während der Kontaktsperre beschäftigen kann, verraten wir hier. Außerdem geben die Serienexperten des NWZ-Streaming-Podcasts „PrimeFlix Now!“ Tipps, welche Filme und Serien bei den gängigen Streamingdiensten besonders sehenswert sind.

Bier: In Deutschland nicht so weit verbreitet – aber weltweit gilt die mexikanische Biermarke „Corona“ als die umsatzstärkste. Doch nun gerät der Verkauf ins Stocken: Seit dem Ausbruch des Corona-Virus ist die Flasche mit der Beschriftung „Corona Extra“ immer weniger gefragt. Nach Angaben von Anheuser Busch (AB Inev), der Brauerei hinter der bekannten Biermarke, ist der Umsatz in den ersten beiden Monaten seit Ausbruch des Virus um rund 170 Millionen Euro zurückgegangen. Das lastet auch auf dem Aktienkurs von AB Inev. Der Aktienkurs verliert am Donnerstag in New York knapp 3,9 Prozent an Wert. Corona Bier wird in 180 Ländern weltweit verkauft.

Blutspende: Das Deutsche Rote Kreuz schlägt Alarm: Als Folge der Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland werden die Blutkonserven knapp. Die Blutspenden seien deutlich zurückgegangen, warnt der Verband. Grund: Viele Blutspender hätten wohl Angst, sich beim Blutspenden zu infizieren. Für Dr. Franz Weinauer, ärztlicher Direktor des Blutspendedienstes Bayern, eine gefährliche Entwicklung, denn Blutkonserven würden dringend gebraucht besonders für chronisch kranke, Herzoperationen, internistische Eingriffe und für Unfalloperationen. Das Infektionsrisiko für Spender sei gering. Gerade in der Frühphase der Epidemie sei es wichtig, Blut zu spenden, damit man Vorräte anlegen könne. Und: Da Blutkonserven nicht besonders lange haltbar seien, komme es auch darauf an, dass kontinuierlich gespendet werde. Weinauer: „Alle, die gesund sind, sollen Blut spenden.“ Lesen Sie hier ein NWZ-Interview mit dem Blutspende-Dienst.

Busfahren: Folgen hat das Coronavirus auch für städtische Verkehrsbetriebe. Unter anderem wird ab sofort in Oldenburg, Bremen, Bremerhaven und Delmenhorst der Ticketverkauf beim Busfahrer eingestellt. Das sagte der Sprecher des Verkehrsverbundes Bremen Niedersachsen, Eckhard Spliethoff. Fahrgäste würden gebeten, Tickets am Automaten oder über das Handy zu kaufen. Geschlossen bleibt zudem die Fronttür im Bus.

C wie ...

Corona: Coronavirus oder Covid-19? Häufig gehen die Begrifflichkeiten etwas durcheinander. Streng genommen ist die Bezeichnung „Coronavirus“ in Bezug auf die aktuelle Krankheitswelle nur halb richtig. Als „Coronavirus“ bezeichnet man die komplette Virus-Familie. Der „neue“ oder „neuartige“ Coronavirus bezeichnet den Virus, der aktuell weltweit für Aufregung sorgt. Die fachlich korrekte Bezeichnung ist „SARS-CoV-2“. Dieser verursacht die Krankheit Covid-19.

F wie ...

Fitness:Im Interview gibt der Personaltrainer André Janacek Tipps, was aufgrund der Einschränkungen das alltäglichen Lebens in Sachen Fitness und Ernährung zu beachten ist. Zu einem Home-Workout geht es hier.

G wie ...

Gastronomie: Absagen von Restaurantreservierungen, Hotelzimmer-Stornierungen oder Ausfälle von Messen und Tagungen: Das Coronavirus trifft das Gastronomiegewerbe mit voller Härte. „Natürlich sind die Vorsichtsmaßnahmen nachzuvollziehen. Nichtsdestotrotz: Es ist eine Riesenkatastrophe für die gesamte Branche“, sagt Hildegard Kuhlen, Geschäftsführerin des Bezirksverbands Weser-Ems des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga). „Hier ruft ein Betrieb nach dem anderen an und fragt, was zu tun ist.“ Und ein Ende ist nicht in Sicht. „Die Maßnahmen werden eher mehr als weniger – und auch die Stornierungen werden zunehmen“, sagt die 51-Jährige. Dabei seien nicht nur Hotels und Gaststätten betroffen, sondern auch Tagungsstätten. „Es fallen fortlaufend auch kleine Messen und Tagungen aus. Da hängen überall zum Beispiel Übernachtungen oder Catering dran.“ Die meisten Firmen hätten vorerst bis Ende April alle Veranstaltungen abgesagt. „Die geschäftlichen Übernachtungen sind am Boden und auch Familienfeiern werden abgesagt.“ Die wirtschaftliche Lage verschärfe sich. „Es fängt an, dramatisch zu werden“, sagt die Geschäftsführerin. Aktuell bereiten sich die Betriebe eigentlich auf die Saison vor, Ostern und auch die Spargelsaison stehen vor der Tür. „Die Betriebe haben Verträge mit ihren Mitarbeitern“, gibt die Geschäftsführerin zu bedenken. Diese müssten eventuell überprüft werden. „Möglicherweise kommt Kurzarbeit ins Spiel.“ Das große Problem: Es kommen keine neuen Buchungen hinzu. „Trotzdem fallen Kosten an – die fallen nicht weg“, sagt Hildegard Kuhlen. In vielen Fällen würden die Betriebe das „nicht so wahnsinnig lange“ durchalten: „Ohne Einnahmen ist das schwierig.“

Geld: Denken Sie daran, eine ausreichende Bargeldreserve im Haus zu haben, da bei Stromausfall auch die Geldautomaten nicht mehr funktionieren.

Grippe: Lässt sich das Coronavirus mit der Grippe vergleichen? „Der Vergleich mit der Grippe hinkt“, erklärt Jens Wagenknecht, stellvertretende Vorsitzende des niedersächsischen Hausärzteverbandes. Die jährlichen Todeszahlen der Grippe klingen zwar sehr beeindruckend, doch der Verlauf der Erkrankung durch das Coronavirus sei oft unmittelbarer und schwerer. Die Influenza sei eine wiederkehrende, saisonale Krankheit. Die meisten Menschen haben dafür eine Teil-Immunität aufgebaut, da sie jährlich damit in Berührung kommen, erklärt Wagenknecht. Das sei beim Coronavirus nicht gegeben. So könne Covid-19 auch Menschen mit einer relativ harmlosen Vorerkrankung wie Asthma durchaus gefährlich werden. Zudem sei auch die Sterblichkeit an Covid-19 bei jungen Leuten ohne Vorerkrankungen höher als bei der Grippe, so Wagenknecht. „Ich würde das Virus schon ganz anders einschätzen als Influenza.“

H wie ...

Hochschule: Der Lehrbetrieb in Präsenzform an den Fachhochschulen in Niedersachsen wird bis zum 19. April ausgesetzt. Siehe Universität

Importe: Kann man sich anstecken über kontaminierte Sachen wie importiertes Spielzeug oder Lebensmittel? Es gibt derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen etwa über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder durch importiertes Spielzeug mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Auch für andere Coronaviren sind keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel oder den Kontakt mit trockenen Oberflächen bekannt. Übertragungen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, sind allerdings durch Schmierinfektionen denkbar. Aufgrund der relativ geringen Stabilität von Coronaviren in der Umwelt ist dies aber nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination wahrscheinlich.

I wie ...

Impfung: Laut Robert-Koch-Institut steht derzeit noch kein Impfstoff zur Verfügung. Laut WHO gibt es aktuell mehr als 35 Impfstoff-Kandidaten, die sich aber fast alle in der prä-klinischen Entwicklungsphase befinden.

Inkubationszeit: Die Inkubationszeit gibt die Zeit von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung an. Sie liegt im Mittel bei 5 bis 6 Tagen (Spannweite 1 bis 14 Tage), teilte das Rocher-Koch-Institut mit.

K wie ...

Kantinen: Kann das neuartige Coronavirus in Kantinen oder ähnlichen Einrichtungen über Geschirr und Besteck übertragen werden? Grundsätzlich können Coronaviren durch direktes Niesen oder Husten einer infizierten Person auf Besteck oder Geschirr gelangen und auf diesen festen Oberflächen eine Zeit lang überleben. Eine Schmierinfektion erscheint dann möglich, wenn das Virus über das Besteck oder über die Hände auf die Schleimhäute des Mund- und Rachenraumes oder die Augen übertragen wird. Dem BfR sind jedoch bisher keine Infektionen über diesen Übertragungsweg bekannt.

Krankschreibung: Wer an einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege leidet, kann sich ab sofort nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt krankschreiben lassen. Darauf weist die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hin. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) kann der Arzt Patienten den Informationen zufolge für maximal sieben Tage ausstellen, ohne dass Arbeitnehmer dafür in die Praxis kommen müssen. Die Ausnahmeregel gilt etwa für Erkältungen oder grippale Infekte, aber nicht für Patienten mit schwerer Symptomatik. Genauso wenig fallen darunter Menschen, die Kriterien des Robert-Koch-Instituts (RKI) für einen Verdacht auf eine Infektion mit Covid-19 erfüllen. Auf diese Maßnahme haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband am Montag verständigt. Die neue Regel soll ab sofort für vorerst vier Wochen gelten.

N wie ...

Notbetreuung: Die Schulen und Kindertagesstätten in Niedersachsen werden bis zu den Osterferien eine Notbetreuung anbieten. Das gilt für die Kinder von Beschäftigen aus den Bereichen Pflege, Gesundheit, Medizin und öffentliche Sicherheit wie Polizei, Justiz, Rettungsdienste, Feuerwehr und Katastrophenschutz, sowie zur Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge bis maximal Schuljahrgang 8. Räumliche und personelle Standards würden dafür nicht mehr gelten. Es sei aber nicht geplant, die Schüler mit Aufgaben oder Online-Unterricht zu versorgen, sagte Kultusminister Grant Henrik Tonne (SPD) zu den angekündigten Schließungen wegen des Coronavirus. Siehe Schulen Kitas.

Notrufnummern: Nicht bei jedem Husten besteht ein Verdacht auf das Corona-Virus. Aber was sollte ich machen, wenn ich mich krank fühle, womöglich Kontakt zu einem Infizierten hatte oder in einem Risikogebiet war? Für Informationen aus erster Hand empfehlen die Bundesregierung und das Bundesgesundheitsministerium bei Fragen rund um das Coronavirus jetzt folgende bundeseinheitliche Telefonnummern: 116 117 (ärztlicher Bereitschaftsdienst), 030 346 465 100 (Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums), 0800 011 77 22 (Unabhängige Patientenberatung Deutschland). Die Empfehlung aus Berlin: Bei Corona-Verdacht nicht direkt den Hausarzt aufsuchen, sondern vorher einen telefonischen Kontakt herstellen. Es gilt: Anruf statt Wartezimmer. Informationen zum ärztlichen Bereitschaftsdienst finden Sie ansonsten auch im Internet unter www.116117.de.

Oberflächen: Können Coronaviren außerhalb menschlicher oder tierischer Organismen auf festen und trockenen Oberflächen überleben und infektiös bleiben? Die Stabilität von Coronaviren in der Umwelt hängt von vielen Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Beschaffenheit der Oberfläche sowie vom speziellen Virusstamm und der Virusmenge ab. Im Allgemeinen sind humane Coronaviren nicht besonders stabil auf trockenen Oberflächen. In der Regel erfolgt die Inaktivierung in getrocknetem Zustand innerhalb von Stunden bis einigen Tagen.

Q wie ...

Quarantäne: Als Quarantäne bezeichnet man eine zum Schutz der Gesellschaft vor ansteckenden Krankheiten befristete Isolierung von Lebewesen, die verdächtig sind, an bestimmten Infektionskrankheiten erkrankt zu sein oder die Überträger dieser Krankheiten sein könnten. Die Dauer dieser Quarantäne hängt direkt mit der sogenannten Inkubationszeit der jeweiligen Krankheit zusammen – jener Zeit also, die zwischen Infektion und Auftreten der ersten Symptome vergeht. Eine Quarantäne wird von einer offiziellen Stelle verhängt, in der Regel vom Gesundheitsamt. Eine verhängte Quarantäne ist für den Betroffenen verbindlich, im Zweifel kann die Behörde die Quarantäne gerichtlich vollstrecken lassen. Bei „Fluchtgefahr“ dürfen Betroffene nach richterlicher Anordnung in der Quarantäne-Station eingeschlossen werden.

Das Wort „Quarantäne“ lehnt sich unter anderem an eine um 1400 aufgekommene Reisesperre für seuchenverdächtige Ankömmlinge – so verbot Venedig beispielsweise schon 1374 die Einfahrt pestverdächtiger Schiffe. Die Reisesperre bezeichnete man als als quaranta giorni (vierzig Tage), im Französischen quarante jours.

Rauchen: Rauchen ist grundsätzlich ungesund - doch steigt dadurch auch die Gefahr durch das neuartige Coronavirus und die Krankheit Covid-19? Ja, sagt Prof. Michael Pfeifer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie. Auch wenn es noch zu wenig Daten für eine abschließende Beurteilung gibt. So sei zum Beispiel noch nicht ganz klar, ob durch das Rauchen die Infektionsgefahr steigt. Es spreche aber vieles dafür. „Raucher haben grundsätzlich ein höheres Risiko, Virusinfektionen zu erleiden“, sagt der Experte. Der Grund dafür: Durch die Belastung des Rauchens sind die Abwehrkräfte des Bronchialsystems eingeschränkt. Viren und Co. haben so leichteres Spiel. „Das wissen wir aus dem klinischen Alltag - bei dem aktuellen Coronavirus ist es aber noch nicht nachgewiesen.“

Risikogruppen: Laut Robert-Koch-Institut haben folgende Personengruppen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe: ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50–60 Jahren), Raucher, Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen: des Herzens (z.B. koronare Herzerkrankung), der Lunge (z.B. Asthma, chronische Bronchitis), Patienten mit chronischen Lebererkrankungen), Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) sowie Patienten mit einer Krebserkrankung. Auch Patienten mit geschwächtem Immunsystem sind gefährdet. Siehe Vorerkrankungen

S wie ...

Schulen: Niedersachsen schließt wegen der Ausbreitung des Coronavirus alle Schulen. Nach zwei Wochen außerplanmäßiger Schließung würden am 30. März nahtlos zwei Wochen Osterferien beginnen.

Schulfahrten: Schulfahrten in Niedersachsen werden bis zu den Sommerferien komplett gestoppt. Auch Schüleraustausche und Besuche von Schülergruppen aus dem Ausland seien bis dahin abgesagt, kündigte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Freitag in Hannover an.

T wie ...

Testzentren: Die ersten Corona-Testzentren sind in der Region gestartet: Laut der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) nahmen die Zentren in Oldenburg, Wilhelmshaven und Vechta ihre Arbeit auf. Weitere Testzentren soll es in Delmenhorst und Cloppenburg geben. Die genauen Standorte wollen die Behörden nicht bekannt geben, um zu verhindern, dass Betroffene ohne Ankündigung vorbeikommen. Nach Angaben der Stadt Wilhelmshaven werden Patienten erst nach vorheriger telefonischer Absprache mit den jeweiligen Hausärzten an die Testzentren verwiesen. Daher sollten sich Patienten mit einem Corona-Verdacht nach wie vor zunächst telefonisch bei ihrem Hausarzt melden.

Tiefkühlkost: Die bisher bekannten Coronaviren SARS und MERS sind kälteunempfindlich und können bei minus 20 Grad Celsius bis zu 2 Jahre im gefrorenen Status infektiös bleiben. Bisher gibt es aber keine Hinweise zu Infektketten über den Verzehr von Lebensmitteln, inklusive tiefgekühlter Lebensmittel.

Tiere: Können Coronaviren über Tiere auf den Menschen übertragen werden? Nach Angaben des Bundesinstitut für Risikobewertung ist es grundsätzlich möglich, dass infizierte Tiere über ihre Atemluft oder über Ausscheidungen Coronaviren in die Umgebung abgeben. Daher ist bei engem Kontakt auch eine Infektion des Menschen auf diesem Weg denkbar.

Theater: Niedersachsen schließt aufgrund der Coronakrise die staatlichen Theater im Land.

U wie ...

Universität: Der Vorlesungsbeginn an den niedersächsischen Universitäten wird wegen des Coronavirus auf den 20. April verschoben. Siehe Hochschule

V wie ...

Vorerkrankungen: Immer wieder heißt es, dass Menschen mit Vorerkrankungen besonders gefährdet sind. Doch welche Rolle spiele sie wirklich – und warum? Neben dem Alter würden einige Vorerkrankungen eine Rolle spielen, jedoch seien hier die Ergebnisse noch nicht so klar, sagt Prof. Dr. Axel Hamprecht, Leiter des Instituts für medizinische Mikrobiologie und Virologie der Carl von Ossietzky Universität und des Klinikums Oldenburg. „In einigen Studien sind zum Beispiel Diabetes, Krebs oder Erkrankungen einzelner Organe, etwa Herz oder Lunge, mit schwereren Verläufen assoziiert, in anderen Studien lässt sich dies nicht eindeutig feststellen“, sagt der Experte. „Wir wissen aber von Infektionen beispielsweise mit Influenza (Grippeviren), dass hier auch Patienten mit Herz- oder Lungenerkrankungen schwerer erkranken, insofern erscheint diese Assoziation medizinisch plausibel.“ Eine Infektion bedeute auch immer eine besondere Belastung für den Körper, sodass es bei einem vorgeschädigten Organ schneller zu Organdysfunktion und schweren Verläufen kommen könne, erklärt der Virologe. „Bei einer vorherigen Erkrankung zum Beispiel der Lunge haben die Patienten weniger ,Reserven‘, wenn die Lunge zusätzlich durch Coronavirus infiziert wird“, so Hamprecht. Es könne auch die Abwehr gegen Infektionserreger eingeschränkt sein, beispielsweise durch Medikamente oder Erkrankungen wie Krebs. Eine abgeschwächte Immunabwehr sei etwa auch bei älteren Personen zu beobachten (Immunoseneszenz). Zum Teil fallen bei diesen Patienten auch Krankheitssymptome wie Fieber schwächer aus, sodass eventuelle Arzt- oder Krankenhausbesuche erst später erfolgen.

W wie ...

Weihwasser: Angesichts erhöhter Ansteckungsgefahren in der kalten Jahreszeit mahnt das Erzbistum Paderborn einen vorsichtigen Umgang mit Weihwasser an. Dieses sei in kurzen Zeitabständen zu wechseln und die Becken gründlich zu reinigen, heißt es im neuen Amtsblatt der Erzdiözese. Zudem empfiehlt das Bistum die Verwendung von destilliertem Wasser. Es trage dazu bei, die Keimzahl niedrig zu halten. In Zeiten erhöhter Infektionsgefahr könne in Gottesdiensten auch das Händereichen beim Friedensgruß unterlassen werden, so das Erzbistum. Es liege im Ermessen des Zelebranten, darauf zu verzichten oder es durch eine andere Geste wie die Verbeugung zu ersetzen. Weihwasserbecken stehen meist an Eingängen katholischer Kirchen. Beim Betreten benetzen Christen mit dem Wasser ihre Fingerkuppen und bekreuzigen sich. Der Ritus erinnert an das Sakrament der Taufe. Dabei wird dem in die Kirche Aufzunehmenden Wasser über den Kopf gegossen.

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