Funde Bei Hiddensee
Schwarzmeer-Qualle breitet sich in Ostsee aus

Nahe der Ostseeinsel entdeckten Studierende der Uni Greifswald im August mehrere hundert Exemplare der Quallenart. Zuvor waren einzelne Tiere in der Kieler Bucht gefunden worden.

Bild: Cornelia Jaspers/GEOMAR/DTU Aqua /dpa
Die Schwarzmeer-Qualle (Blackfordia virginica) wurde 1904 erstmals in den Gewässern vor dem US-Bundesstaat Virginia wissenschaftlich beschrieben, stammt jedoch ursprünglich möglicherweise aus dem Schwarzen Meer.Bild: Cornelia Jaspers/GEOMAR/DTU Aqua /dpa
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Hiddensee Eine neue Quallenart erobert offenbar die Ostsee. Studierende der Uni Greifswald hatten die Schwarzmeer-Qualle (Blackfordia virginica) im August nahe der Insel Hiddensee in größeren Mengen entdeckt, wie Sven Dahkle von der Biologischen Station Hiddensee der Uni am Dienstag sagte. Im ufernahen Bereich mit einem halben Meter Wassertiefe sei eine regelrechte Wolke der Tiere von schätzungsweise einem halben Kubikmeter Größe und mehreren hundert Tieren gesichtet worden. Eine genetische Bestätigung stehe allerdings noch aus.

Vorher waren lediglich in der Kieler Bucht einzelne Exemplare der Quallenart gefunden worden. Im Ökosystem des Nord-Ostsee-Kanals hat sich die Brackwasser liebende Art nach Angaben des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung bereits 2016 etabliert. Die einzelnen Tiere sind mit etwa einem Zentimeter vergleichsweise klein.

Blackfordia virginica wurde 1904 erstmals in den Gewässern vor dem US-Bundesstaat Virginia wissenschaftlich beschrieben. Sie stammt offenbar ursprünglich aus dem Schwarzen Meer. Die Quallen sind nach Einschätzung des Geomar Helmholtz-Zentrums vermutlich durch Schiffe in den Nord-Ostsee-Kanal gekommen. Die Forscher glauben, dass die Ostsee als Brackwassergebiet ein idealer Lebensraum für sie ist.

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