Hamburg Auf dem Hausboot von Fynn Kliemann (33) und Entertainer Olli Schulz (47) in Hamburg ist am Wochenende eine Party geplant, die Geld für existenzgefährdete Beschäftigte der Musik- und Konzertbranche bringen soll. Geplant sind mehrere Livekonzerte unter dem Titel „All Hands On Deck“ an diesem Samstag, wie die Organisatorinnen mitteilten.

Kliemann startete seine Karriere als „Heimwerkerking“ auf Youtube, vor mehreren Jahren schuf er auf einem alten Bauernhof in Elsdorf nördlich von Bremen ein Zentrum für Kreative, das „Kliemannsland“. Auch als Sänger ist Kliemann erfolgreich, er veröffentlichte 2018 sein erstes Album.

Am Wochenende auftreten werden unter anderem Fury in the Slaughterhouse, Annett Louisan, Olli Schulz, Deine Freunde, Laith Al-Deen, Gregor Meyle, Emily Roberts, Jan Plewka, Jupiter Jones, Flo Mega, Pohlmann und Tom Beck. Es sind mehr als mehr als 40 Musiker und Musikerinnen angekündigt. Gastgeber und Moderator soll Steven Gätjen sein.

Spendenziel bei einer Million Euro

Die coronagerechten Konzerte und Interviews werden von Samstagmittag an kostenlos auf dem Videoportal TikTok übertragen. Gleichzeitig hoffen die Macher der Veranstaltung auf viele Spenden über eine Internetplattform. Das erklärte Spendenziel liegt bei einer Million Euro. Schon am Donnerstag waren die ersten Spenden eingegangen - mehr als 1200 Euro.

Das Geld soll den Menschen in der Musikbranche zugute kommen, denen die Corona-Pandemie schlagartig die Existenzgrundlage genommen hat. „Dazu zählen vor allem Mitarbeiter:innen für Bühne und Ton, Beleuchtung, Stage Hands, aber auch Künstler:innen und Musiker:innen die unter dem Radar einer großen Öffentlichkeit sind“, schreiben die Organisatorinnen dazu. Zur Veranstaltung kommt den Angaben nach ein kurzfristig gegründetes Kollektiv aus Freunden und Kollegen rund um das Hausboot zusammen.

Hausboot soll kreativer Rückzugsort werden

Kliemann und Scholz hatten das völlig marode Hausboot des verstorbenen Sängers Gunter Gabriel 2019 gekauft - für 20 000 Euro. Das Projekt hat am Ende zwei Jahre gedauert, eine halbe Million Euro und viel Arbeit gekostet. Netflix hatte das Projekt in der vierteiligen Doku „Das Hausboot“ begleitet. Das Boot sollte auch ein kreativer Rückzugsort werden, in dem man Musik machen kann.

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