Freiburg Nach der Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen vor einer Disco in Freiburg haben Verteidiger der elf angeklagten Tatverdächtigen Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zurückgewiesen. Die junge Frau könne sich so gut wie nicht an die Tatnacht und nur an einen der mutmaßlichen Täter erinnern, sagte die Pflichtverteidigerin Kerstin Oetjen am Montag vor dem Landgericht Freiburg. Zudem habe sie unter Drogen gestanden. Der Pflichtverteidiger Jörg Ritzel sagte, die Frau habe Sex massiv eingefordert. Beweise, die die Vergewaltigungen belegten, gebe es nicht. Auch für K.o.-Tropfen gebe es keine Beweise.

Am Montag wurden einige der Angeklagten zu Personalien vernommen – nicht zu den Tatvorwürfen. Einer der elf Männer hat angekündigt, sich zu den Vorwürfen äußern zu wollen. Die anderen wollten dazu zunächst schweigen.

Angeklagt sind elf Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren, die meisten von ihnen sind Flüchtlinge.

Staatsanwalt Rainer Schmid sagte, die Anklage stütze sich auf gefundene Spuren und Aussagen. Die Indizien seien ausreichend für eine mögliche Verurteilung der Männer.

Die Frau, die Opfer des Verbrechens wurde, ist in dem Prozess Nebenklägerin. Sie wird am 11. Juli unter Ausschluss der Öffentlichkeit aussagen.

Der Prozess wird fortgesetzt. Es sind knapp 30 Verhandlungstage geplant.

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