Hamburg (dpa) - In Abwesenheit des russischen Regisseurs Kirill Serebrennikow hat dessen Film "Leto" beim Filmfest Hamburg Deutschlandpremiere gefeiert. Serebrennikow konnte bei der Vorführung am Mittwoch nicht dabei sein, weil er in seinem Heimatland unter Hausarrest steht.

Ihm wird Unterschlagung von Fördergeldern vorgeworfen, was der 49-Jährige bestreitet. "Leto" erzählt von jungen Musikern in Leningrad (heute: Sankt Petersburg) Anfang der 80er Jahre.

Serebrennikow ist nicht der einzige Regisseur, der seinen Film wegen staatlicher Repressionen nicht persönlich in Hamburg vorstellen kann. Auch der bekannte iranische Filmemacher Jafar Panahi darf aufgrund eines gegen ihn verhängten Ausreiseverbots nicht zur Vorführung seines neuen Werks "Drei Gesichter" kommen. Er soll am Donnerstag in Abwesenheit mit der wichtigsten Auszeichnung des Festivals, dem Douglas-Sirk-Preis, geehrt werden.

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