Mexiko-Stadt (dpa) -Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto Vertuschung der Wahrheit über die Ermordung von 43 Studenten im Jahr 2014 vorgeworfen.

"Es ist nachlässig und apathisch, wenn der Präsident Mexikos weiterhin öffentlich die angebliche "historische Wahrheit" einer Untersuchung verteidigt, die inzwischen von verschiedenen Organisationen und unabhängigen Experten widerlegt worden ist", erklärte Erika Guevara-Rosas, Amerika-Direktorin von Amnesty.

Peña Nieto hatte in den vergangenen Tagen mehrfach erklärt, die Leichen der Studenten seien verbrannt worden. Dies sei ein weiteres Beispiel für die politischen Entscheidungen der Regierung, "alles dranzusetzen, die Wahrheit zu vertuschen, anstatt den Opfern und deren Familien die Wahrheit, Gerechtigkeit und Entschädigung zukommen zu lassen".

Nach bisherigem Ergebnis einer offiziellen Untersuchung wurden die 43 Studenten von Polizeibeamten an Mitglieder des Kartells "Guerreros Unidos" übergeben, die sie dann töteten und die Leichen in einer Mülldeponie verbrannten. Die Lehramtsstudenten waren für Mitglieder einer rivalisierenden Bande gehalten worden.

Untersuchungen unabhängiger Experten und Organisationen ziehen diese Ergebnisse in Zweifel.

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