"Dada Afrika" - unter diesem Titel geht eine Ausstellung in Berlin den Einflüssen der afrikanischen Kunst auf den Dadaismus nach.

Zum 100. Geburtstag der einflussreichen Kunstbewegung sind in der Berlinischen Galerie rund 120 Collagen, Masken und Skulpturen aus Afrika, Ozeanien und Asien zu sehen, die mit den Arbeiten wichtiger Dada-Künstler in einen Dialog treten.

"Die Werke begegnen sich auf Augenhöhe, es gibt keine Hierarchie", sagte Museumsdirektor Thomas Köhler am Mittwoch vor der Ausstellungseröffnung. Die Schau entstand in Zusammenarbeit mit dem Züricher Museum Rietberg, das auf außereuropäische Kulturen spezialisiert ist. Zuvor war sie in der Schweiz zu sehen.

Herausragendes Beispiel ist Hannah Höchs Collagenserie "Aus einem ethnographischen Museum" (1930), die sich etwa vom Torso einer jahrhundertealten kambodschanischen Göttin zu einer grotesk anmutenden Frauenfigur inspirieren lässt. Weiter vertreten sind beispielsweise die Dada-Vorreiter Hans Arp, Marcel Janco, Hugo Ball, Emmy Hennings, Tristan Tzara und Richard Huelsenbeck.

Die Dada-Bewegung war in Reaktion auf den Ersten Weltkrieg entstanden. Nach Angaben von Kurator Ralf Burmeister forderten ihre Vertreter den radikalen Bruch mit einer Kultur, die die Gräuel des Krieges zugelassen hatte. "Nicht-westliche Ausdrucksformen waren eine Möglichkeit, sich von der eigenen zivilisatorischen Kette zu lösen."

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