PEKING Mit dem erfolgreichen Abschluss der „Shenzhou-7“-Mission am Sonntag hat China einen großen Sprung vorwärts bei der Stärkung seiner Position als dritte Weltraummacht getan. Der erste Weltraum-Spaziergang eines sogenannten Taikonauten bringt die Volksrepublik ihrem Ziel näher, zu Beginn des nächsten Jahrzehnts eine bemannte Raumstation zu errichten.

Die Ausstiegstechnologie, die die Chinesen nunmehr ebenso gut beherrschen wie die Russen und Amerikaner, ist für die Montagearbeiten unerlässlich. Bei den nächsten beiden Flügen konzentrieren sich die Chinesen nun auf eine weitere Schlüsseltechnologie – die Kopplung.

„Shenzhou 7“ war nach 68-stündigem Flug am Sonntagmittag weich am Fallschirm in der Steppe der Inneren Mongolei gelandet. 300 Ärzte und Angehörige der Bergungsmannschaften erwarteten die Astronauten Liu Boming, Jing Haipeng und Zhai Zhigang. Die drei Männer wurden direkt vom Landeort zu ersten medizinischen Kontrollen in die Hauptstadt der Inneren Mongolei, Hohhot, gebracht. Am Montag werden sie in Peking erwartet.

Zum Höhepunkt der Mission hatte der 41-jährige Kampfpilot Zhai am Sonnabend in einem rund 4,5 Millionen Dollar teuren speziellen Raumanzug eigener Produktion das schützende Raumschiff verlassen. Er wurde dabei von seinem Kollegen Liu unterstützt, der in einem russischen Ausstiegsanzug auch kurz aus der Luke schaute. Die Premiere wurde kurzzeitig von einem Zwischenfall überschattet: Ein defekter Sensor hatte falschen Feueralarm ausgelöst.

Zhai schwebte rund 20 Minuten lang über der Erde. Dabei entfaltete er eine chinesische Nationalfahne, setzte einen Minisatelliten mit Kamera aus und barg Muster wissenschaftlicher Experimente von der Außenhaut der Kapsel. Der erste Kommentar des Taikonauten nach dem Ausstieg war: „Ich fühle mich sehr gut.“ Dann grüßte er sein Volk „und die Menschen in aller Welt“. Der historische Moment wurde live im chinesischen Fernsehen übertragen.

www.china.org.cn/china/

shenzhouVII_spacewalk/node_ 7054207.htm

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