New York Nach einem Feuer auf einer Nuklearanlage nahe New York sind Teile des Atomkraftwerks immer noch nicht wieder eingeschaltet. Zudem gebe es im Zuge des Brandes ein weiteres Problem, sagte New York Gouverneur Andrew Cuomo am Sonntag: Tausende Liter Öl seien in den Hudson River ausgelaufen.

Notfallteams seien deshalb nahe Buchanan auf dem Wasser im Einsatz, sagte Cuomo. In der US-Stadt 50 Kilometer nördlich von Manhattan steht das Kernkraftwerk Indian Point, in dem am Samstagabend (Ortszeit) ein Transformator ausgefallen war. Dies hatte zu einem Feuer in dem nicht-atomaren Teil der Anlage und einer automatischen Stilllegung geführt.

Die Einsatzkräfte versuchten, das ausgelaufene Öl aus dem Transformator im Reaktor 3 in den Griff zu bekommen. „Es gibt keinen Zweifel, dass Öl in den Hudson River ausgeflossen ist“, sagte Cuomo. „Wie viel genau, wissen wir nicht.“

Der Leiter des Umweltschutzbehörde des US-Staates, Joseph Martens, sagte, Maßnahmen seien ergriffen worden, um das Öl von seinem Ausbreiten abzuhalten. Laut Angaben von Cuomo dürften die Säuberungsarbeiten ein bis zwei Tage dauern.

Der eigentliche Reaktor hatte durch die Flammen keinen Schaden genommen, wie ein Sprecher der Betreibergesellschaft Entergy Corp. erklärte. Der angrenzende Reaktor 2 bleibe in Betrieb. Das Kraftwerk Indian Point liefert Strom für Millionen Haushalte und Unternehmen in New York City und Westchester County. Der Reaktor 3 musste bereits vergangene Woche und einmal im März wegen anderen Vorfällen abgeschaltet werden. Aktivistengruppen fordern deshalb seine Stilllegung.

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