Langeoog Seit rund zehn Jahren wird auf Langeoog über die Zukunft des Kurviertels diskutiert. Einig sind sich Verwaltung und Bürger lediglich darin, dass das „Haus der Insel“ nach 50 Jahren marode ist und dass das Kur- und Wellnesscenter selbst eine Kur benötigt. Auch das Rathaus genügt zeitgemäßen Ansprüchen nicht mehr. Doch die Lösung der Probleme scheitert nicht an fehlenden Ideen, sondern in erster Linie an der schlechten finanziellen Situation der Gemeinde und des TSL (Tourismus Service Langeoog).

Bürgerversammlung ohne Ergebnis

Bürgermeisterin Heike Horn (parteilos) will den Debatten ein Ende bereiten. In Bürgerversammlungen wollte sie eine Entscheidung vorbereiten. Doch bereits die erste, vor gut einem Monat, endete ohne greifbares Ergebnis. Im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung stand das Thema erneut auf der Tagesordnung. Dabei präsentierte Jan-Martin Janssen (Vizebürgermeister, Union für Langeoog) einen neuen Vorschlag. Wichtigste Bestandteile sind der Verzicht auf das 300-Betten-Projekt und den kompletten Verkauf des Kurviertels an einen Investor. Janssen plädiert dafür, das Haus der Insel von Grund auf zu sanieren und das Rathaus ins Kur- und Wellnesscenter zu verlegen.

Wohnungen auf den Dächern

Finanziert werden soll dies mit dem Verkauf der Dachflächen der Liegenschaften für Wohnraum, Ansiedlung von Arztpraxen und kleinen Geschäften, Verkauf des derzeitigen Rathauses und durch Fördermittel des Bundes. Nach seinen Berechnungen würde dies die benötigten Millionen bringen. Dabei blieben freilich ungeklärte Fragen im Raum stehen, etwa, ob die Gemeinde als Makler auftreten und Wohnungen verkaufen kann oder ob es Zusagen gibt, wonach Ärzten auf Langeoog Pacht- oder Mietvorteile erhalten.

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„Ja, wenn das stimmt“

Heike Horn stellte den Zuhörern im Schnelldurchlauf noch einmal die bisher bekannten Varianten vor. Eine eindeutige Zustimmung zu einer davon war kaum herauszuhören, während Janssen für seine Ausführungen aus dem Saal durchaus anerkennenden Beifall erhielt. Aber da war auch noch die immer wieder hörbare Einschränkung, „ja, wenn das denn alles so stimmt!?“ Das ursprünglich für dieses Jahr geplante Bürgervotum wurde auf 2021 verschoben.

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