Leer Diagnose Knochenkrebs – damit wurde ein 70-Jähriger konfrontiert, kurz nachdem er wegen starker Hüftschmerzen ins Borromäus Hospital Leer eingeliefert worden war. Am rechten Oberschenkel war die Erkrankung bereits so weit fortgeschritten, dass der Bruch des betroffenen Knochens unmittelbar bevorstand. Der Knochen musste entfernt werden und den Chirurgen gelang es, ein spezielles Implantat einzusetzen.

Doch der Reihe nach: Dass etwas mit seinem Körper und Knochen nicht in Ordnung war, merkte Harald Ackermann unvermittelt. Am Wochenende bei der Gartenarbeit bekam der 70-Jährige unvermittelt sehr starke Schmerzen in der Hüfte. „Plötzlich, von 100 auf 0, konnte ich gar nichts mehr“, berichtet der Heseler. Mit dem Krankenwagen ging es in die Notaufnahme. Einen Tag später kam dann die Diagnose Knochenkrebs.

Am rechten Oberschenkel war die Erkrankung bereits weit fortgeschritten und es drohte der Bruch. „Durch die Metastasierung im Skelett drohte eine Fraktur des Oberschenkelknochens nahe des Hüftgelenks“, erläuterte Dr. med. Werner Hettwer MSc PhD, Chefarzt der Abteilung Orthopädische Chirurgie am Borromäus Hospital Leer. Deshalb musste das vom Krebs zerstörte Knochenstück entfernt und durch ein spezielles Metallimplantat, eine modulare Tumorendoprothese, ersetzt werden.

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Und so wurde Harald Ackermann an der Hüfte operiert. Ein Teil seines rechten Oberschenkelknochens wurde durch eine Tumorendoprothese, einen sogenannten proximalen Femurersatz ausgetauscht. Diese spezielle Hüftoperationstechnik bietet die Möglichkeit, große Knochendefekte – verursacht durch Knochenkrebs – zu ersetzen.

„Wir konnten damit die Mobilität von Herrn Ackermann wiederherstellen, eine weitgehende Schmerzfreiheit im Hüft- und Beinbereich erreichen und so seine Lebensqualität erheblich verbessern“, erläuterte Dr. Werner Hettwer weiter. „Am Ende können wir Patienten mit einer solchen Operation ermöglichen, sich weiterhin selbst zu versorgen und ihnen helfen, sich dadurch ein großes Stück ihrer Unabhängigkeit zu bewahren. Gerade in der belastenden Zeit der allgemeinen Krebsbehandlung mit Chemo- bzw. Strahlentherapie stellt die wiedergewonnene Mobilität eine große Entlastung für den Patienten und auch für seine Angehörigen dar“, so Dr. Werner Hettwer.

„Ich konnte nichts mehr und hätte nie gedacht, dass ich wieder gut auf die Beine komme“, sagte Harald Ackermann, der ein sehr aktiver und praktischer Mensch ist. Jetzt nach über einem halben Jahr seit der Erstdiagnosestellung hat Harald Ackermann weiterhin das klare Ziel vor Augen, sich seine wiedererlangte Mobilität und Aktivität trotz fortlaufender Chemo nicht nehmen zu lassen.

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