Landkreis Aurich Drei mobile Impfteams mit jeweils zehn Personen stehen für den Einsatz im Landkreis Aurich bereit. Das teilte der Kreispressesprecher Rainer Müller-Gummels auf Anfrage der NWZ mit.

Zwar sind die Vorbereitungen abgeschlossen, doch es gibt noch einige offene Fragen. Unter anderem ist bislang nicht klar, wann und wo die Impfteams zum Einsatz kommen sollen. Der Landkreis wartet letztlich auf die Anweisungen des Gesundheitsministeriums. Wo die Reise langfristig hingeht, ist aber schon ungefähr klar: Voraussichtlich ab Anfang Oktober werden die Impfteams in Pflege- und Altenheimen sowie Krankenhäusern zum Einsatz kommen, teilte das Ministerium in einer Pressekonferenz mit. Aber einen genauen Fahrplan für den Landkreis Aurich gibt es momentan noch nicht.

Die Impfteams sollen, so die Idee des Ministeriums, die Impfzentren ablösen und vor allem für Drittimpfungen, sogenannte Booster- oder Auffrischungsimpfungen, zuständig sein. Zur Erinnerung: Die letzte Impfung wird im Impfzentrum in Georgsheil am Donnerstag injiziert, dann wird der Standort geschlossen. Die Außenstelle im Energie-, Bildungs- und Erlebniszentrum (EEZ) schließt eine Woche später, am 30. September, hieß es auf Anfrage der NWZ vom Landkreis Aurich. Das EEZ bleibt allerdings als Reserve erhalten und kann bei Bedarf schnell wieder reaktiviert werden.

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Das Ende der Impfzentren bedeutet aber nicht, dass Bürger im Landkreis Aurich keine Impfungen mehr bekommen können. Ärzte werden weiterhin Kapazitäten bereithalten und Erst-, Zweit- und Drittimpfungen durchführen. Drittimpfungen können momentan aber nur all jene in Anspruch nehmen, die über 60 Jahre alt sind und bei denen die Erstimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt. Bislang haben aber nur sehr wenige Menschen eine Drittimpfung in Anspruch genommen.

Laut Detlef Haffke, Pressesprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), wurden in den Landkreisen Aurich, Wittmund, Leer und der Stadt Emden zusammen bis Freitagabend 4835 Drittimpfungen verabreicht. Separate Zahlen für die einzelnen Landkreise konnte er nicht liefern. Warum es bislang nur so wenige Boosterimpfungen gab, liegt laut Haffke daran, dass momentan noch eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) fehlt. Zwar habe sich das Gesundheitsministerium für die Drittimpfungen ausgesprochen, aber viele Ärzte warteten auf die Empfehlung der Stiko.

Ob tatsächlich schon ab 1. Oktober die mobilen Impfteams durch die Landkreise rollen und Drittimpfungen verabreichen, ist laut Haffke noch ungewiss. Denn es gebe momentan noch Verhandlungen zwischen dem Land und der KVN über die konkreten Modalitäten für Impfteams. Unter anderem geht es um die Frage nach der Vergütung. Noch habe es diesbezüglich keine finale Entscheidung gegeben.

Aike Sebastian Ruhr Redakteur / Redaktion Aurich
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