Ostfriesland Eigentlich wollte ich auf dem Markt Obst, Gemüse und Käse kaufen, aber es kommt immer wieder – gerade in den Sommerferien – zu Begegnungen mit Leserinnen und Lesern.

Meist geht es nur um ein gemeinsames Foto als Urlaubserinnerung oder um ein Autogramm. Manchmal entstehen bewegende Momente, die mich später beim Schreiben inspirieren und motivieren.

Eine Dame, um die sechzig Jahre schätze ich, mit diesem fröhlich wissenden Blick, den Menschen haben, die durch ihre Lebenserfahrungen nicht gebrochen, sondern klug geworden sind, sprach mich an.

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Ihrem Mann war das ein bisschen peinlich. „Wir sind große Fans!“, versicherte sie und versteckte dabei ihren Ruhrgebiets-Slang nicht.

„Ihre Bücher haben uns hierhergelockt. Beim ersten Mal hatten wir uns in Norddeich eine Ferienwohnung gemietet. Es hat die ersten Tage nur geregnet. Wir haben gelesen und Tee getrunken. Wir sind höchstens mal zum Essen rausgegangen. Und dann – ist mein Mann nachts auf dem Weg zur Toilette einfach so zusammengebrochen. Na, das war was!“

Ihr Mann, der einen sehr gesunden Eindruck auf mich machte, behauptete: „Aber das interessiert den Herrn Wolf doch nicht.“

Ich widersprach, ich erahnte schon eine interessante Geschichte.

„Das war vielleicht ein Schreck. Ich habe schnell 112 angerufen. Die waren auch Ruck-Zuck da. Sehr freundliche Rettungssanitäter. Ein Mann und eine Frau. Sie haben meinen Mann in die Ubbo-Emmius Klinik gebracht. Es stand auf Leben und Tod.“ Jetzt erzählte er weiter: „Ubbo-Emmius Klinik! Kannte ich aus den Büchern, aber ich wusste doch gar nicht, dass es die wirklich gibt. Da habe ich mich doch gleich besser gefühlt. Ich dachte, die machen das schon. Die haben Frank Weller wieder hingekriegt und den Kripo Chef Ubbo Heide auch.“

Ich lachte: „Das sind erfundene Figuren aus meinen Romanen.“ „Ja klar“, bestätigte der Mann, „aber ich dachte, wenn der Herr Wolf das Personal da drin als so freundlich und kompetent beschreibt, dann ist das auch so.“

Sie mischte sich ein. „Das hat meinen Mann echt beruhigt und mich auch. Wir waren vorher ja schon im Smutje und haben das berühmte Drei-Gänge-Menü ausprobiert. Und im Café ten Cate haben wir auch Kuchen gegessen. Wissen Sie noch? Da lernt der Serienkiller seine Frau kennen. Wir haben an seinem Tisch gesessen … Da stimmte auch alles. Es schmeckte super. Genau wie Sie geschrieben haben.“

Er nickte begeistert: „Und die in der Ubbo Emmius Klinik haben mich auch wieder hingekriegt. Die waren schon so wie im Roman … Sagen Sie mal Herr Wolf, gibt es das Susemihl-Krankenhaus in Emden auch?“

„Klar“, sagte ich.

Die beiden lachten. „Namen sind das! Ubbo Emmius. Susemihl-Krankenhaus. Das klingt doch, als hätten Sie es sich nur ausgedacht.“

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