Großheide Über einen Monat ist es jetzt her, dass ein Tornado durch die Gemeinde Großheide gefegt ist und insbesondere im Ort Berumerfehn schwere Schäden hinterlassen hat. Ganz behoben sind diese noch nicht, wie Bürgermeister Fredy Fischer (CDU) im Gespräch mit der Redaktion berichtet.

So sind mehrere Räume der Grundschule noch nicht wieder nutzbar. Eine Klasse wird deshalb zurzeit in der Aula unterrichtet. Und auch in der Turnhalle gibt es noch ein Leck. Eine ähnliche Situation gibt es zudem im benachbarten Kindergarten. Dort war eine Scheibe durch einen umgekippten Baum eingeschlagen worden. Das Fenster, ein Teil des Daches sowie die Außenfassade müssen noch erneuert werden, bevor der Raum wieder genutzt werden kann. Die betroffene Kindergartengruppe ist unterdessen in einer Hausmeisterwohnung der Gemeinde untergebracht. „Bisher gibt es keine Beschwerden“, sagt Fischer. Die Eltern der Kinder hätten für die provisorischen Lösungen Verständnis.

Auch der Spielplatz ist noch nicht wieder nutzbar. „Man kann dort zum Beispiel keine gebrauchten Privatgeräte aufstellen“, gibt Fischer mit Blick auf die Anforderungen an öffentliche Spielplätze zu Bedenken, „eine Neuanschaffung muss genau passen.“ Zurzeit werde noch geprüft, welche Geräte versichert sind. Fest steht schon: Die Schaukel des Spielplatzes ist nicht versichert.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Ostfriesland-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Die Auswirkungen des Tornados sind immer noch sehen.

Doch nicht nur die Grundschule und der Kindergarten, auch viele private Häuser wurden beschädigt. Laut Signe Foetzki, Sprecherin der Ostfriesischen Brandkasse, liegt die endgültige Schadenssumme nun knapp unter einer Million Euro. Insgesamt 115 Schadensfälle wurden der Versicherung gemeldet. Der höchste Einzelfall liegt bei 100 000 Euro Schaden. „Das ist schon eine ganze Stange Geld“, meint Foetzki. Die Versicherung unterstütze die Betroffenen dabei nicht nur mit der Abdeckung des Schadens, sondern auch bei der Organisation der Handwerkerarbeiten. „Wir haben da gute Kontakte“, so die Sprecherin der Brandkasse. Gerade jetzt, wo Handwerker und Material knapp sind, sei das oft eine psychische Erleichterung für die Betroffenen.

In der Bevölkerung ist zudem auch die Spendenbereitschaft immer noch groß. Bereits 75 000 Euro sind nach einem Aufruf bei der Gemeinde zusammengekommen. „Erst hatten wir überlegt, zehn Prozent davon in die Erneuerung des Ortsbildes zu stecken“, erläutert Bürgermeister Fischer. Nun komme das Geld aber vollständig Privatleuten zugute. Über die genaue Verteilung soll dabei noch ein Gremium entscheiden.

Imke Cirksena Redakteurin / Redaktion Norden
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.