Weener Trotz ausbleibender Fahrgäste zu Beginn der Corona-Pandemie ist die Fährgesellschaft der kleinen Friesenfähre an der Ems bei Weener mit der Nachfrage 2020 zufrieden. 4420 Fahrgäste nutzen in diesem Jahr die kostenlose Fähre in Ostfriesland, wie der Geschäftsführer der Fährgesellschaft, Eberhard Lüpkes, mitteilte. Die Verbindung ermöglicht eine provisorische Emsüberquerung als Ersatz für die 2015 zerstörte Friesenbrücke zwischen Weener und Westoverledingen. Im Vorjahr lag die Fahrgastzahl mit 7244 merklich höher, allerdings musste die Fähre wegen der Corona-Regeln in diesem Frühjahr zunächst drei Monate im Hafen liegen bleiben.

„Wir durften Corona-bedingt erst mit deutlicher Verspätung starten“, erklärte Lüpkes. Statt zum üblichen Saison-Start am 1. April ging es erst am 1. Juli los. „In den ersten Monaten hatten wir keine Genehmigung wegen des engen Platzes auf der Fähre“, sagte Lüpkes. Später durfte die Fähre dann unter Hygieneauflagen mit bis zu acht Fahrgästen verkehren - vor der Pandemie fand bis zu 12 Personen Platz. Bis zum Saisonende Ende Oktober fuhr die Fähre dann regulär.

Damit konnte die Fähre auch in ihrem dritten Jahr noch keine Saison komplett verkehren. Beim Start 2018 gab es lediglich einen mehrwöchigen Probebetrieb. Zudem sorgte eine Panne nur einen Tag nach der Jungfernfahrt für Aufsehen: Damals war der Sprit ausgegangen, weil die Tankanzeige defekt war. Im vergangenen Jahr musste die Saison nach einem Motorschaden früher beendet werden.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Die Betreiber sind mit der Auslastung 2020 dennoch zufrieden: „Die Resonanz ist sehr positive“, sagte Lübkes und verwies auch auf Gespräche der Fährleute mit den Fahrgästen. Vor allem zur Hochsaison im Juli und August sei die Nachfrage ungefähr auf Vorjahresniveau gewesen. Demnach sei die Fähre besonders bei Radtouristen beliebt. Dagegen zeige sich immer deutlicher, so Lüpkes, dass die zunächst auch für Pendler gedachte Verbindung weniger geeignet sei. Gründe dafür seien das beschränkte Platzangebot und die Abhängigkeit der Fahrzeiten von den Gezeiten.

Reisende auf der Bahnstrecke zwischen Bremen und dem niederländischen Groningen hatten über Jahrzehnte die Friesenbrücke genutzt. Die bis dahin längste Eisenbahn-Klappbrücke Deutschlands war jedoch im Dezember 2015 durch die Kollision eines Frachters zerstört worden. Eine erneuerte Brücke soll erst 2024 in Betrieb gehen. Einheimische, Pendler und Touristen müssen bis dahin Umwege in Kauf nehmen.

Da die Fähranleger an den Ufern nicht winterfest sind, ist der Fährbetrieb seit Ende Oktober in der Winterpause. Die Fähre liegt zur aktuell zur Instandsetzung in einer Werft. Im nächsten Jahr soll sie zum 1. April wieder an den Start gehen, sagte Lüpkes.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.