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Zahlen und Daten zur Bauerschaft

Die Gründung Petersfehns geht zurück auf das Jahr 1847, als die Oldenburgische Regierung begann, eine Besiedelung des Moorgebiets zwischen Wold und Wildenloh zu planen.

Am 16. Oktober 1847 wurde das Landstück vergeben. Die neue Kolonie wuchs unter den Namen „Colonie Wildenlohsmoor“ oder „Colonie Bloherfeld“ in das Moor hinein.

Ab 1852 trug die Siedlung nach Erbgroßherzog Nikolaus Friedrich Peter den Namen „Petersvehn“, 1891 wird die Schreibweise „Petersfehn“ amtlich.

Die Teilung in Petersfehn I und Petersfehn II resultiert aus einer Lücke zwischen den beiden Siedlungsgebieten, in der nur wenige Häuser entstanden.

Torfabbau und Landwirtschaft waren die ursprünglich beherrschenden Wirtschaftszweige in der Bauerschaft.

Ab 1966 wuchs die Bevölkerungszahl in der Bauerschaft rapide an. Besonders große Zuwächse gibt es zwischen 1973 und 1980. Die Bewohnerzahl von Petersfehn lag im Jahr 2005 bei 3711.

www.petersfehn.de

Petersfehn wächst und gedeiht. Aktive Bewohner machen die Bauerschaft immer attraktiver.

von Christian Quapp PETERSFEHN - Eingebettet zwischen Wildenloh und Wold, mitten im ehemaligen Moor, und direkt an der Grenze zwischen Ammerland und Oldenburg liegt die Bauerschaft Petersfehn.

Genau diese Lage ist es, die Petersfehn für viele Menschen so attraktiv macht. Viel Natur liegt rundherum, trotzdem gibt es eine direkte Anbindung an die Stadt – und damit kann mal Oldenburg und mal Bad Zwischenahn gemeint sein. Als bloßen Schlafplatz für Menschen, die auswärts arbeiten, wollen die Petersfehner ihr Dorf dabei keineswegs dargestellt sehen.

„Stillstand gibt es hier nicht“ lautet die Parole und die Menschen erfüllen sie immer wieder mit Leben.

Ein im wahrsten Sinne des Wortes herausragendes Zeichen der Aktivitäten in der Bauerschaft ist der Glockenturm an der Mittellinie. 1999 hatte sich im Ort ein Verein gegründet, der nur den Bau dieses Turmes zum Ziel hatte. Im September des vergangenen Jahres begann die Bauphase, am 18. November folgte das Richtfest. Inzwischen ragt das Wahrzeichen deutlich sichtbar empor, wenn auch noch umgeben von einem Gerüst.

In unmittelbarer Nachbarschaft des Turms finden sich noch weitere Anzeichen der regen Bürgerbeteiligung. Seit 2004 kann man nach einer langen Durststrecke wieder den Grundbedarf an Lebensmitteln direkt im Ort sichern. Für die Ansiedlung eines Supermarktes hatte der Bürgerverein lange gekämpft, inzwischen haben sich ein Schlachter, ein Bäcker, ein Getränke- und ein Drogeriemarkt angesiedelt.

Mit dem Bau eines zweiten Supermarktes konnte ein weiterer lange gehegter Wunsch erfüllt werden: Gegenüber dem Glockenturm entsteht ein Dorfplatz mit einer Wetterschutzhütte, einem Springbrunnen und einer Boule-Bahn – ein richtiges Dorfzentrum. „Und das ohne einen Euro aus Steuermitteln“, wie der Vorsitzende des Bürgervereins, Reinhard Kropp, betont.

Natürlich sind die Mitglieder von Bürgerverein und Glockenturm-Bauverein nicht die einzigen aktiven Menschen im Ort. 25 Vereine, Gruppen und Institutionen gibt es. 1600 Mitglieder hat allein der TuS „Frei weg“ Petersfehn in seinen Reihen – rein rechnerisch mindestens ein Mitglied in jedem Petersfehner Haushalt. Auch der Schützenverein ist mit 300 Mitgliedern und dem Schützenfest ein Aushängeschild für den Ort. Geschichts- und Heimatverbundene Petersfehner haben sich in der „Heimatdiele“ zusammengefunden, die erst kürzlich ihre neuen Räume im ehemaligen „Spritzenhus“ eingeweiht hat.

Die Grundschule, zwei Kindergärten und ein Waldkindergarten zeigen, dass Petersfehn eine besonders hohe Anziehungskraft für Familien hat. Für etwas älteren Nachwuchs sind die Jugendräume von Uwe Seitz eine sehr beliebte Anlaufstelle. Die Kinder sind es auch, die vielen Neubürgern den Kontakt erleichtern. Das hat auch Bad Zwischenahns Bürgermeister Dr. Arno Schilling erlebt, als er 1986 nach Petersfehn gezogen ist. „Über den Sportverein der Kinder sind wir ganz schnell integriert worden“, erinnert er sich. Da versteht es sich von selbst, dass auch er aktiv ist. Wann immer es die Termine zulassen, besucht er den Lauftreff im Wold oder im Wildenloh.

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