Betrifft: „Weiter Weg mit der Mülltonne“ (NWZ vom 10. Oktober)

In Zeiten des aktiven Klimaschutzes und der gesellschaftlichen Individualisierung sind Ihre beiden genannten Alternativen aus meiner Sicht die letzten wählbaren Optionen. Zu stärken gilt es hier die Nachbarschaftshilfe oder anderes bürgerliches Engagement.

Alternativ könnte man auch fragen, woher die Regelung kommt, dass die Fahrzeuge nicht mehr rückwärts fahren dürfen. Ich habe den Verdacht, dass wieder mal überreguliert wurde.

Eric Christmann Rastede

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Natürlich ist es für Ältere mühsam, ein paar 100 Meter die Tonnen zu rollen. Aber man kann nicht alles haben: Ruhige Wohnlage und vorne Kudamm, hinten Sylt.

Jeder Mieter in einem Mehrfamilienhaus zahlt Nebenkosten und da ist das Raus-/Reinrollen inklusive. Auch die zitierten alten Damen müssen Hilfe anfordern und dafür zahlen – wie alle Mieter mit den Umlagen. Dass die Allgemeinheit extra dafür die Kosten für Mini-Lkw übernehmen soll, geht gar nicht. Da gibt es Reinigungsdienste (wie Schneeräumen oder Hecke schneiden) oder Nachbarskinder (und zahlen !!!). (...)

Auch die NWZ sollte deshalb die Allgemeinheit unterstützen und nicht Einzelschicksale anprangern und mit anderweitig machbaren Dingen die Kosten für alle treiben.

Detlef Beyer Bad Zwischenahn

Nachvollziehbar ist es, dass Müllfahrzeuge nicht in jede enge Straße einfahren können. Man kann jedoch nicht verstehen, dass in einer Straßengemeinschaft kein Nachbar einem alten Menschen hilft. In unserer Straßengemeinschaft hat man ein Gefühl der Gemeinschaft. Ich gehöre mit meinen inzwischen 82 Jahren auch zur älteren Generation und weiß mit 100-prozentiger Sicherheit, dass die Nachbarn jederzeit für mich da sind, wenn ich Hilfe benötige.

Vielleicht sollten sich einige Mitmenschen in der Weidenstraße einmal an den Grundsatz der christlichen Nächstenliebe erinnern.

Georg Bleckmann Oldenburg

Der Artikel hat mich sehr bewegt und mir tun die beiden alten Damen ein bisschen leid, aber in was für einer Welt leben wir?

Alle gehen zusammen auf die Straße, weil ein junges Mädchen uns dazu „aufruft“, aber kein einziger Nachbar dieser beiden alten Damen, ist bereit – ohne Gegenleistung – die Mülltonnen der Damen mit zum Entleerungsort zu nehmen? Sind wir rücksichtloser geworden? Nur noch Ich-Menschen?

Wir wurden noch mit Respekt gegenüber Älteren erzogen, mit Höflichkeit, miteinander... Aber diese Zeiten sind wohl vorbei.

Wir wohnen in einem Neubaugebiet und keiner der jungen Leute hat sich bei seinen direkten Nachbarn vorgestellt – auch das ist sehr traurig. Denn etwas Wichtigeres als das Miteinander gibt es nicht.

Ich würde die Mülltonnen mit zur Straße nehmen, so wie ich es selbstverständlich auch tue, wenn unsere Nachbarn z.B. mal im Urlaub sind.

Anja Dellwo Oldenburg

Wie will man das Problem der betagten Weidenstraßenbewohnerinnen lösen? Herr Husmann sieht nur zwei Ansätze: technisch, personell oder durch Einsatz finanzieller Mittel, eben administrativ. Ich schlage vor, den vielbemühten Gemeinschaftssinn zu aktivieren und simple, aber effektive Nachbarschaftshilfe zu üben. Frau H. und Frau B. leben nicht allein im besagten Abschnitt der Weidenstraße... oder gefühlt doch ?!

Ulrich Hartig Oldenburg

(...) Kommt niemand in der Nachbarschaft auf die Idee, den alte Damen zu helfen? Ehrenamtlich versteht sich!

Das macht mich fassungslos, wenn es so ist.

Gabriela Heupgen Varel

Eine intakte Nachbarschaft sollte dieses Problem lösen können.

Hans Janßen Oldenburg

Die Schwierigkeiten der alten Damen beim Transport der Mülltonnen kann ich nachvollziehen, aber den Argumenten der Stadt Oldenburg kann man auch nichts entgegen setzen!

Wenn der NWZ-Redakteur genauso penibel recherchiert hätte wie bei der Ermittlung der Entfernungen in Metern, wäre er auch sicher darauf gekommen, was rechtlich möglich ist!

Wie hoch sind die Mehrkosten zu seinen Vorschlägen und wer soll die seiner Meinung nach tragen?

Welche zusätzliche Umweltbelastung entsteht? etc. Warum erwähnt er mit keinem Wort, dass z.B. die Nachbarschaftshilfe die Damen entlasten würde, oder gibt es die gar nicht mehr? Das wäre doch die einfachste Lösung, oder?

Heinz Janßen Oldenburg

(...) Wenn ich den heutigen Artikel lesen, wundere ich mich, dass der Abfallwirtschaftsbetrieb nun den Schwarzen Peter zugeschoben bekommt.

Auf dem dargestellten Foto sieht man eindeutig, wie eng die Zufahrt ist.

Andere Frage: Wie sollen dort andere Fahrzeuge wie Feuerwehr, Krankenwagen etc. etc. die Häuser erreichen? Muss dort so eng bebaut werden? Wieso wird das baurechtlich überhaupt genehmigt. (...)

Eine andere Alternative zu Ihrem Artikel wäre, eine tolle Gemeinschaft der Nachbarn, die vielleicht selber auf die Idee kommen könnten, der älteren Damen die Mülltonne an die Straße zu bringen. Es kostet nichts und würde der Damen sicherlich auch eine Freude bereiten und ein Lächeln ins Gesicht zaubern. (...)

Ein viel dringender Artikel wäre es wert, einmal über die Zustände im Straßenverkehr zu schreiben.

Ich höre immer mehr, dass es Oldenburger gibt, die sich mit dem Fahrrad nicht mehr auf die Fahrradwege trauen, da die Fahrradfahrer rücksichtslos auf der falschen Straßenseite fahren! Ich fahre jeden Tag und erlebe hier unmögliche Zustände! Hinzu kommt die Nutzung des Fahrrades mit Kopfhörern und Handys in der Hand. (...)

Michaele Kluska Oldenburg

Die Branchenregel für das Rückwärtsfahren bei der Abfallentsorgung lässt vermuten, dass es inzwischen halbe Führerscheine der Klasse C gibt. Jeder Inhaber muss in der Lage sein, mit einem zweiachsigen Fahrzeug nicht nur vorwärts sondern auch rückwärts zu fahren. Dazu muss eine Person anwesend sein, die absichert. Bei den Müllfahrzeugen sind in der Regel sogar zwei Personen dabei. (...) Für die betroffenen Straßen müsste entsprechend die Gebühr gesenkt werden bzw. Fahrer eingestellt werden, die über eine ganze Fahrerlaubnis verfügen! Die Leistungsverweigerung ist nicht hinnehmbar!

Jörg Kuhlmann Oldenburg

Beim Lesen des Beitrages hat sich mir die Frage gestellt: Wohnen in der besagten Straße nur alte, gehbehinderte Menschen? Sie waren ja vor Ort und haben sich ein Bild von der Situation gemacht. Mich würde es schon interessieren, ob es da keinen hilfsbereiten Nachbar gibt, der in der Lage wäre, das Problem für die Frau zu lösen, wenn schon der Entsorgungsbetrieb keine Lösung anbieten kann oder will. Es kann aber auch sein, dass man der Frau, aus welchen Gründen auch immer, nicht helfen will! (Kann ja sein.) Vielleicht wissen Sie da mehr, als in dem Beitrag zu lesen war.

Hans-Christian Langner Zetel

Sehr geehrter Autor Herr Thomas Husmann!

Alte gebrechlich gewordenen Menschen, eventuell noch mit Einschränkungen, als altersschwache Senioren zu bezeichnen, passt in den Geist der Zeit, jedenfalls in Deutschland, wo nicht nur Schulkinder, für uns in der Vergangenheit selbstverständlich, ihren Sitzplatz nicht für erkennbar Bedürftige jeden Alters räumen. Die entsprechenden Stellen nicht nur in Oldenburg sollten für diese zunehmende Gruppe schon Serviceangebote haben, wie z.B. einen kleinen Müllwagen. Mit zwei Personen besetzte Müllwagen für Tonnen gibt es nach meiner Kenntnis gar nicht mehr. Die Stadt Oldenburg und andere Städte könnte ja mal einen Flyer mit Adressen von Hilfsangeboten verteilen, weil nicht jeder in der älteren Generation Zugang zu einem PC mit WLAN-Anschluss hat. Ich hoffe, es regen sich auch andere über die unwürdige Formulierung auf.

Otto Rüdebusch Wardenburg-Hundsmühlen

Gibt es wirklich nur „zwei Möglichkeiten”? O nein, sicherlich sind unsere immer freundlichen und hilfsbereiten Müllfachkräfte längst auf die unbürokratische Lösung verfallen, von der arbeitsbedingten Kurzstrecke einmal auf die 200-m-Mittelstrecke zu wechseln, um den alten Damen ihren Weg durch die Weidenstraße abzunehmen. Sollte das arbeitsrechtlich unmöglich sein, und ach, so vieles spricht dafür, dann gibt es vielleicht Nachbarn, die sich als Problemlöser an die Stelle der Stadt stellen? Aber um das zu erörtern, müsste wohl erst eine Enquete-Kommission eingerichtet werden ...

Ivo Kügel Oldenburg

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