OLDENBURG Die Unternehmensgruppe Depenbrock aus Stemwede (Kreis Minden-Lübbecke) übernimmt den Geschäftsbereich Ingenieur- und Wasserbau des insolventen Bauunternehmens Heinrich Hecker GmbH & Co KG. Das nordrhein-westfälische Bauunternehmen werde 52 der zum Insolvenz-Zeitpunkt Ende Januar 128 Mitarbeiter von Hecker in Oldenburg weiter beschäftigen, teilten Geschäftsleitung und Insolvenzverwalter Bernd Sundermeier (Varel) am Mittwoch mit. Für die übrigen Mitarbeiter wurde den Angaben zufolge ein Interessenausgleich und Sozialplan ausgehandelt. Wichtig für den Neustart: „Wichtige eigene Bauvorhaben“ konnten in enger Abstimmung zwischen Investor und Insolvenzverwalter für das Unternehmen erhalten werden, heißt es in der Mitteilung.

Die Unternehmensgruppe Depenbrock sei mit 300 Millionen Euro Jahresumsatz etwa zehn Mal so groß wie Hecker, hieß es. Nach der Übernahme des Hecker-Geschäftsbereichs zähle sie 700 Mitarbeiter. Sundermeier, der mit mehreren Investoren Übernahmegespräche geführt hatte, äußerte sich positiv. Das umfangreiche Leistungsspektrum der Depenbrock-Gruppe und ihre Kapitalstärke sei ein solides Fundament für den unternehmerischen Wiederaufbau bei Hecker. Karl-Heinrich Depenbrock, Inhaber und Geschäftsführer des Stemweder Unternehmens, sagte zu der Übernahme: „Gemeinsam werden wir mit dem hohen technischen Know-How der Mitarbeiter von Hecker unseren Auftraggebern besten Ingenieurbau liefern können.“

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Auch der Name soll erhalten bleiben. Zurzeit heiße das übernehmende Unternehmen Depenbrock Wasserbau GmbH & Co KG, doch bereits nach Ostern soll der Geschäftsbereich in Oldenburg in „Hecker Bau GmbH & Co KG“ erfolgen, „um die Traditionsmarke wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen“.

Hecker hatte Insolvenz anmelden müssen, weil die 29- Prozent-Beteiligung an der Arbeitsgemeinschaft Jade-Weser-Port, die mit dem Auftraggeber um 50 Millionen streitet, zu Liquiditätsengpässen geführt hatte. Auch zuvor hatten Bauprojekte zu Verlusten geführt. 2011 war durch den Verkauf der Sparte Rohrleitungsbau und Kündigungen die Zahl der Mitarbeiter nahezu halbiert worden.

Thorsten Kuchta stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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