KRUSENBUSCH Die rollende Redaktion war gestern in Krusenbusch. Bürger sagten ihre Meinung.

Von Susanne Gloger KRUSENBUSCH - Ein wachsender Stadtteil: In Krusenbusch fühlt man sich wohl. Man grüßt sich im Vorbeigehen, man kommt schnell ins Gespräch. Das war auch gestern so in der rollenden Redaktion, die beim Jona-Kindergarten stand. Gäste sind willkommen: Kindergartenleiterin Anne Werdermann servierte Kaffee und Kekse, und mittags gab‘s Gemüse-Lasagne.

„Das ist sehr persönlich hier in Krusenbusch“, sagt Marion Benken. Doris Fangmann stimmt ihr zu: „Wir haben eine gute Nachbarschaft.“ Sie ist nicht die einzige, die den Krusenbuscher Pastor Jürgen Schwartz lobt. „Der engagiert sich für alles und jeden.“ Nur zwei Dinge bemängelt Fangmann: „Auf der Tweelbäker Tredde wird gerast. Das ist eine Tempo-30-Zone. Und was die Geschäfte angeht, wird es hier immer einsamer.“

Susanne Tiede-Liebenow ist auch unglücklich darüber, „dass es hier immer noch keinen Supermarkt gibt. Es finden sich einfach keine Investoren“, weiß sie.

Michael Schindler hat die Erfahrung gemacht, dass die Buslinie 303 oft verspätet kommt. „Dann kriegt man den Anschlussbus nicht.“

Ein Bahnhof müsste hier wieder eingerichtet werden, wünscht sich Thomas Gerdes. „Das würde dem Zusammenwachsen von Krusenbusch und Bümmerstede und für den direkten Anschluss zum Hauptbahnhof dienen“, sagt der 42-Jährige. Mit den Einkaufsmöglichkeiten sei es hier schlecht bestellt. Toll findet Gerdes aber die vielen Vorträge und Konzerte in der Kirchengemeinde und das Engagement des Vereins „Tu was“. Außerdem regt er an: „Die Stadt sollte hier ein Bürgerbüro einrichten. Das müsste ja auch nur einmal die Woche geöffnet sein. Es wäre ein Zeichen, dass man uns als Randgebiet auch wahrnimmt.“

Elke Deters findet, „dass die Tredde schlecht ausgebaut ist. Die Autos jagen hier. Wenn man aus dem Brahmweg kommt, muss man aufpassen, dass man nicht unter die Räder kommt.“ Und Lob: „Das Neubaugebiet ist schön. Es gibt viele neue Bürger und ein gutes Miteinander der Kulturen. Ich bin glücklich in Krusenbusch.“

Walter Ehlers, Hausmeister der Kirchengemeinde, hat schon viele gefährliche Situationen für Radfahrer an der Einmündung Tweelbäker Tredde/Am Schmeel beobachtet. „Das müsste dort entschärft werden. Die Polizei sollte öfter präsent sein.“ Außerdem ärgern ihn die vielen Hundehaufen auf den Grünstreifen rund um den Kindergarten. „Heute habe ich wieder 32 entfernt.“

Über den Müll, der am Wall am Ende des Ehrenpreisweges herumliegt, ärgert sich Sarah (10). Sie und ihre Freundin Hanna (10) wünschen sich auch, dass in der Grundschule ein Osterbasar veranstaltet wird. „Zu Weihnachten gibt‘s ja auch immer einen Basar. Wir haben das in der Schule aber noch nicht vorgeschlagen.“

Heinz Uchmann, der auf einen Rollstuhl angewiesen ist, bemängelt, dass der Fußweg an der Tweelbäker Tredde fast nur noch von Radfahrern genutzt wird. Ein Ärgernis seien auch die Lastwagen, die Krusenbusch als Abkürzung von der Autobahnabfahrt Sandkrug ins Gewerbegebiet nutzten.

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Hermann Bäker wünscht sich, dass die VWG auch Tweelbäke per Bus anschließt. „Und dass wir hier keine Einkaufsmöglichkeiten haben, ist schlecht.“ Das stößt bei CDU-Fraktionschef Hans-Jürgen Klarmann auf offene Ohren. „Es ist nicht in Ordnung, dass alle Krusenbuscher für den Einkauf nach Osternburg fahren müssen.“

Helmut Meyer vom SPD-Stadtverband V-Süd hält es für „sinnvoll, wenn die VWG-Busanbindung nach Osternburg und zur Stadt verbessert“. Kinder, die zum Olantis Huntebad oder zur Helene-Lange-Schule am Marschweg möchten, müssten nochmal umsteigen. Meyer nimmt auch Stellung zur neuen Partneragentur der Post AG im Aktiv-Mark in Osternburg (Die NWZ berichtete). Es sei arrogant, dass die Post bisher nicht auf die Unterschriften-Aktion der Bürger reagiert habe. Jetzt sei ein Sprecher der Post bereit, an einem Gespräch mit dem Runden Tisch und Ratsvertretern teilzunehmen „Darüber bin ich froh.“ Es sei wichtig, dann auch Informationen darüber zu bekommen, wie das Personal in der Partneragentur – dem Supermarkt – diese Mehrbelastung tragen soll. „Ich habe zumindest Zweifel, ob es für den Standort eine betriebswirtschaftliche Analyse gibt“, so Meyer.

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