Betrifft: „Busschleuse gefährlich für Radler“ (NWZ vom 4. November) und „Defekte Beleuchtung an Busschleusen wird repariert“ (NWZ vom 5. November)

Die Oldenburger RadfahrerInnen sind vorwiegend – wie auch die Nutzung der provisorischen Brücke über die Hunte zeigt – von wohlmeinendem, mitunter aber auch anarchischem Wesen. Soll heißen, dass es, wenn auch zum Unmut einiger weniger BürgerInnen, trotz formaler Regelverstößen ein meist friedliches und rücksichtsvolles Miteinander auf den oft zu knapp gehaltenen Fußgänger- und Radwegen gibt. (...) Ergänzt wird dieses Verhalten von jungen Menschen, insbesondere vor und nach der Schule durch für Autofahrende nerviges Pulkfahren. Wer will es ihnen verdenken noch der Einbildung folgen, dieses Verhalten ändern zu können?

Offenbar Oldenburger Verkehrsplanende, die diesen funktionierenden Anarchismus als gutes Beispiel für gelebte Eigenverantwortung durch mitunter seltsam anmutende Bauten, Vorschriften und Schilder befeuern. Zu diesen zähle ich auch diese sogenannte Busschleuse, die vielleicht auf die (schon zweifelhafte) Zerstörung des Unterbodens von falsch fahrenden PKW zielt, in Wirklichkeit aber, egal ob zu Tage oder zur Nacht, mit oder ohne Schild Zweiradfahrende aller Art der Gefahr körperlicher Schädigung aussetzt. Wie geschehen bei Herrn Stark, dem dann noch medial und zynisch mit Hinweis auf Regelungen hinterhergerufen wird, er hätte besser aufpassen können.

Ausnahmsweise sollte es in so einem Fall mal keine zwei Meinungen geben: Weg mit diesem verkehrsplanerischen Highlight! Herrn Stark eine Wiedergutmachung und ein Hoch auf die Oldenburger RadfahrerInnen, die durch ihr raumgreifendes Verhalten dafür sorgen, dass Oldenburg vielleicht tatsächlich mal zur Fahrradstadt wird.

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Matthias Heyen Oldenburg

Der wichtige Verbindungsweg zwischen Johann-JustusWeg und Pophankenweg war über einige Wochen wegen Kabelarbeiten geschlossen. Wenn man den Schildern nach Stand von Samstag 6. November, 14 Uhr, folgt, ist dieser Weg immer noch gesperrt.

Viele Bürger aus Bürgerfelde verzichten auf das Auto, um mit dem Fahrrad in das Gewerbegebiet Wechloy zu gelangen. Auch fußläufig ist dieser Weg gerne genommen, insbesondere durch die StudentenInnen des Wohnheimes Johann-Justus-Weg.

Dass der gestürzte Radfahrer nicht schwer verletzt wurde, ist ein Riesenglück für ihn gewesen. Eine defekte Beleuchtung lässt sich eigentlich leicht ersetzen. Und ein Betonklotz in der Busschleuse lässt sich mit heller Signal-Farbe sichtbar machen.

Bei allem Verständnis für Kabelarbeiten wundert man sich allerdings über die Dauer und die langen Pausen während der Bauphase. (...)

Hatten zu Beginn der Bauarbeiten die Radfahrer und Fußgänger noch ein Einsehen mit der Sperrung, wich dieser Respekt einer Eigendynamik, die sich darin äußerte, dass Sperrbaken der Firma umgesetzt wurden, durch die Baustelle gegangen oder gefahren wurde, weil entweder gar nicht gebaut wurde oder die Bauarbeiten beendet waren. Die Beschilderung (...) wurde nicht mehr akzeptiert. (...)

Alles vermeidbar, wenn die Stellen besser miteinander kommunizieren und sich einfach eine Person zuständig fühlen würde, um das andauernde Dilemma zu beenden bzw. zu begleiten.

Michael Köhler Oldenburg

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