OLDENBURG Für Küster Andreas Scheinert ist es „eine kleine Sensation“, und auch für den Oldenburger Mediziner und Nabu-Turmfalken-Betreuer Dr. Johannes Bartner ist es etwas sehr Schönes: Im Turm der Thomaskirche sind vor gut einer Woche sechs junge Turmfalken geschlüpft.

Bartner betreut gemeinsam mit Melanie Witte für den Naturschutzbund 60 Turmfalken-Nistkästen in Oldenburg und der gesamten Region, viele davon hat er selbst eingebaut. In Oldenburg hängen Nistkästen in luftiger Höhe unter anderem am Bahnhof, bei der LzO, am Fliegerhorst, an der Autobahnbrücke und in St. Lamberti. Doch von den 60 Nistkästen gibt es nur in zweien einen Brutnachweis: Im Kirchturm in Ofenerdiek und am Klärwerk in Tungeln.

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Johannes Bartner: „Etliche Turmfalken haben den harten Winter wohl nicht überlebt. Der Bestand ist insgesamt leider rückgängig. Ein Grund ist das schwankende Nahrungsangebot, über andere Gründe kann man nur spekulieren.“ Bartner hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, ein Schutzprogramm zu entwickeln in Form guter Nistmöglichkeiten. Er hofft, dass noch viele Kirchtürme für die dezimierten Vögel geöffnet werden, zumal die Kästen so eingesetzt werden, dass die Tiere nicht ins Kirchturminnere gelangen können. Weil die Arbeit ehrenamtlich ist, entstehen der Gemeinde keine Kosten. Für den Tierschützer ist das ein Beitrag „zur Bewahrung der Schöpfung“, die Turmfalken haben aber auch darüber hinaus seine Sympathie: „Ich finde sie einfach süß, so hübsch und unkompliziert, wie sie sind.“

Thomaskirchen-Küster Andreas Scheinert hat in dem Nistkasten unterhalb der Glocke eine Plexiglas-Rückwand eingebaut, so dass die Turmfalken-Betreuer die Entwicklung verfolgen können. Die Tiere scheint das nicht zu stören: Seit 2008 haben Turmfalken zum dritten Mal die Thomaskirche ausgesucht.

Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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