Berichterstattung zur Fliegerhorst-Nachnutzung und dem geplanten Solarpark

Nicht nur das Vorkommen der Feldlerchen, sondern auch die größte Bergmolch-Population des nordwestdeutschen Tieflands, eine Vielzahl gefährdeter Pflanzenarten und einige national bzw. europaweit geschützte Lebensraumtypen (u.a.) machen den Fliegerhorst zu einem naturschutzfachlichen Juwel der Stadt Oldenburg und des Landkreises Ammerland.

Die Naturschutzverbände BSH und NABU sowie der Naturschutzbeauftragte der Stadt haben daher im Herbst 2010 eine Planung für zwei randlich gelegene Naturschutzgebiete vorgelegt, deren hohe fachliche Wertigkeit aufgrund des umfangreichen Datenmaterials aus den vergangenen Jahren unbestritten ist.

An der zukünftigen Unterschutzstellung dieser Flächen kann es keinen Zweifel geben; einer Überplanung zentraler Bereiche des Fliegerhorstes für Ziele der Gewerbeansiedlung, des Wohnungsbaus oder der Nutzung für kulturelle oder sportliche Zwecke stehen sie – um Missverständnissen vorzubeugen – dennoch nicht im Wege!

Rainer Buchwald, Oldenburg

Mein französisches, grünes, vogelfreundliches Herz pochte vor Freude, als ich Ihren Bericht las. Die Oldenburger zeigen, wie ein solcher kleiner Vogel, aus dem meine grausamen Landsleute mal wieder Pastete kochen, dessen Rupfen sie alle im populären Reigenlied „Alouette, gentille alouette“ besingen, einen Sieg über Großprojekte – wenn auch ökologische – davon tragen!

Auf der anderen Seite werden aber in den verschiedenen Gemeinden des Ammerlands die Lebensräume vieler anderer Mitvögel im Namen der Verjüngung oder unter dem Vorwand der Wirtschaftlichkeit bzw. der Ausmerzung von Krankheiten vernichtet. Wie schön klingt es im Lied von Oldenburg, wo die Blümelein geehrt werden, die Eichen stark blühen! Dann führe ich meinen Wanderstab auch durch alle Kreise und Länder und sage: „Oldenburg, du bleibst mein liebstes Land, mein liebster Kreis!“

Jack Morin, Edewecht

Der Volksmund nennt eine Verwendung des Areals Fliegerhorst als Solarpark treffend: „Perlen vor die Säue werfen!“

Oldenburg hat mit dem freigewordenen Areal eine einmalige Chance, großzügig Bauflächen für viele Einwohner bereitzustellen bzw. Mietshäuser bauen zu lassen.

Anstatt den großen Wurf nach dem Rat versierter Bauexperten zu verfolgen, unter der Berücksichtigung, dass in absehbarer Zeit (in ca. zehn Jahren) 10?000 Wohnungen in Oldenburg benötigt werden und diese problemlos auf dem Fliegerhorst bereitgestellt werden können, wird die kleine Lösung in Donnerschwee angedacht. Diese Idee ist grotesk, wenn im gleichen Atemzug Hochhäuser am Stadtrand als „denkbar“ genannt werden.

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Eine sinnvolle, langfristige Bauplanung sollte nicht von Amateuren im Rathaus, sondern von einem Expertenteam vorgenommen werden. Das Ergebnis kann dann immer noch von Rat und Verwaltung abgenickt werden.

Jochen-Gerd Schulz, Oldenburg

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