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Oldenburg Die große Spendenbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger stellt Wohlfahrtsverbände und Sozialeinrichtungen vor Probleme. Die Lager seien gefüllt, es fehlten Helfer zum Sortieren und Verteilen der Spendengüter, heißt es. Bürger berichten zum Teil enttäuscht, sie würden an den Flüchtlingsunterkünften abgewiesen, wenn sie Spenden abgeben wollten. Die Oldenburger Tafel teilt mit, ohne zusätzliche Helfer könnten die vielen Spenden nicht bewältigt werden.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann zeigte sich am Donnerstag überwältigt von der großen Anteilnahme der Bevölkerung. „Es ist enorm, wie viele Mitbürger sich für die Flüchtlinge engagieren.“ Gleichzeitig bat der Rathauschef, die „Hilfsbereitschaft für den Herbst zu konservieren“. Die Lager seien voll. Aktuell stehe ein Vorrat an Kleidung, Möbeln und Spielwaren zur Verfügung. Wichtig sei, die Hilfe zu verstetigen, sagte Krogmann bei einer Pressekonferenz zur Flüchtlingsunterbringung. Die Stadt hat – ebenso wie verschiedene soziale Einrichtungen – ein Spendenkonto eingerichtet (siehe Info-Kasten).

Die Stadt erwartet, dass bis Ende des Jahres weitere rund 600 Menschen nach Oldenburg kommen. „Wir suchen Quartiere“, sagte Sozialdezernentin Dagmar Sachse. Bis zu 120 Menschen können in die ehemalige BBS 3 (Willersstraße) einziehen. Engpässe gebe es bei der Beschaffung von Wohn- und besonders von Sanitärcontainern.

Die Stadt kündigte an, sie werden sich organisatorisch noch besser für die Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge aufstellen.
Mit Steffen Trawinski stellte Krogmann einen „Koordinator im Büro des Oberbürgermeisters“ für die Flüchtlingshilfe vor. Der 29-Jährige war bislang in der Wirtschaftsförderung tätig. Er soll unter anderem den Kontakt verschiedener Anlaufstellen fördern.  Sechs bis acht neue Personalstellen entstehen unter anderem im Sozialamt, im Jugendhilfezentrum und bei der städtischen Ehrenamtsbörse. Die Mitarbeiter dort stünden unter hoher Belastung.
Die Stadt will alle Organisationen und Initiativen, die sich für die Flüchtlinge engagieren, zu einem Treffen einladen. Zum Teil laufen Aktivitäten ohne Absprache parallel nebeneinander.
Die Stadt kündigt an, über ihre Homepage stärker über die verschiedenen Aktivitäten der Flüchtlingshilfe zu informieren. Bürger könnten hier Kontaktadressen erfahren.

Christoph Kiefer Chefreporter / Reportage-Redaktion
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