Oldenburg Milch macht müde Männer munter: Der Werbespruch aus den 1950er Jahren gilt als Volksweisheit. Allerdings gibt es Menschen, die dieser Botschaft nichts abgewinnen können. Sie bevorzugen eine vegane Ernährung ohne tierische Produkte – und es werden immer mehr.

Vor dem Veggiemaid an der Gartenstraße, einem Geschäft mit rein veganem Sortiment, haben einige von ihnen an diesem Sonnabend einen Infostand aufgebaut. Zur bundesweiten Aktionswoche „Sag nein zu Milch“ mehrerer Tierrechtsgruppen werben sie für alternative Nahrungsmittel. „Viele glauben, dass sie als Veganer auf alles verzichten müssten“, erzählt Geschäftsinhaberin Stefanie Coors. Dabei gebe es z.B. Reismilch, Hafermilch, Sojamilch – die Palette sei lang. „Bei Kuhmilch bekommt man dagegen nur Halbfett- und Vollmilch.“

Gianna (20) und Gesa (17) Genz haben sich derweil einen käsefreien Käsekuchen vom Stand geholt. „Schmeckt ähnlich wie eine normaler Käsekuchen“, meint Gesa. Die ältere der beiden Schwestern Gianna ist selbst seit zwei Jahren Veganerin. „Ich habe vorher schon lange vegetarisch gelebt, aber das war mir irgendwann nicht mehr konsequent genug“, berichtet sie.

Für Tierquälerei halten die Aktivisten jedwede Nutztierhaltung in der Landwirtschaft. Beispiel Milchvieh: Hier kritisieren sie unter anderem, dass Kälber nach der Geburt von der Mutterkuh getrennt werden oder dass Tiere, die nicht mehr genug Milch geben, geschlachtet werden.

Mit den Spendeneinnahmen unterstützen die Organisatoren die Tierschutzstiftung Hof Butenland, wo frühere Milchkühe im „Kuh-Altenheim“ aufgenommen werden.

Patrick Buck stv. Redaktionsleiter / Redaktion Oldenburg
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