Oldenburg Flüchtlinge auch als Bereicherung für die Gesellschaft zu betrachten und nicht nur als Bittsteller anzusehen, dafür warben am Dienstag Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Jörg Bensberg, Landrat des Kreises Ammerland. Die beiden Kommunen gründen gemeinsam mit privaten Förderern den gemeinnützigen Verein „pro:connect – Integration durch Bildung und Arbeit“. Die Initiative dazu ging von den Serviceclubs der Lions und Rotarier aus. Ziel ist es dafür zu sorgen, dass Flüchtlinge schneller Jobs finden.

Wie Krogmann am Dienstag im Rathaus bei der Projektvorstellung ausführte, fehlen bislang noch die Instrumente dafür, dass diese Menschen hier möglichst schnell ihre beruflichen Kenntnisse einbringen können. Bensberg sprach über „lose Enden vieler“, die sich in den Kommunen für Integration einsetzen. „Diese Enden werden nun zusammengefügt“, sagte er.

Maßgeblich angeschoben hatte die Vereinsgründung der frühere Büfa-Chef Werner zu Jeddeloh (NWZ  berichtete). „Wir brauchen schnelle Lösungen aus einer Hand“, betonte der ehemalige Manager noch einmal. Seit März hat er viele Menschen für die Idee begeistert, Unterstützer geworben, Geld eingesammelt und in jüngster Zeit mit Unternehmerin Gerlinde Röben und Ernst Jünke, pensionierter Leiter der BBS Wechloy, die Vereinsgründung vorangetrieben.

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„Es muss eine zentral gelegene Anlaufstelle geben“, sagte zu Jeddeloh am Dienstag. Und die ist bereits gefunden: Gegenüber der Arbeitsagentur an der Güterstraße werden Büroräume hergerichtet, in der Behörden und private Unterstützer aus der Wirtschaft und Gesellschaft ihre Kompetenzen zum Wohl der Flüchtlinge bündeln wollen. Sprachunterricht, Bildung und Arbeit erleichtern aus Sicht zu Jeddelohs das Ankommen in der Gesellschaft.

Es soll fachübergreifend zusammengearbeitet werden, mit im Boot sind daher auch Arbeitsagentur und Ausländerbehörde. Auch die Unternehmen hoffen, ihre fehlenden Fachkräfte aus den Reihen der Zuwanderer ergänzen zu können. Wie Gerlinde Röben ausführte, fehle schon jetzt im Handwerk der Nachwuchs. Und auch der jetzige Büfa-Chef Felix Thalmann bekräftigte diese Aussage.

Wie Sozialdezernentin Dagmar Sachse ausführte, hat Oldenburg die Quote von 800 aufzunehmenden Flüchtlingen in 2015 schon jetzt nahezu erfüllt. Im Ammerland ist es ähnlich. Sie rechnet damit, dass 2015 in der Stadt noch mehr Menschen aufgenommen werden müssen.

Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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